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Bauern sehnen Regen herbei

Bludesch - Nachdenklich betrachtet Landwirt Richard Lins aus Bludesch die braunen, ausgetrockneten Feldflächen. „Hier ist das Gras bereits verbrannt“, zeigt er resigniert auf einen Fleck.

An dem sind bereits deutlich Risse in der Erde erkennbar. Die Region Walgau ist von der Trockenperiode besonders betroffen. Der Boden speichert das Wasser nur in der Humusschicht. „Wir haben viele Schotterböden. Die Humusschicht erreicht hier zwischen 10 und 15 Zentimeter. Je geringer diese Schicht ist, desto weniger Wasser kann gespeichert werden und das Gras verdorrt“, erklärt Lins. Da die Walgauer Landwirte hauptsächlich vom Grünbetrieb leben, sind sie besonders vom Regen abhängig. Der letzte Schnee war auch der letzte große Niederschlag. Die Trockenheit bedeutet Ertragsverlust in quantitativer und qualitativer Hinsicht. Lins bückt sich und streicht mit der Hand über den welken Löwenzahn. „Hier sieht man noch den Mist, den wir im Oktober gestreut haben. Normalerweise dürften keine Reste mehr sichtbar sein“, demonstriert der Bauer, der nebenbei noch Obmann des Vorarlberger Viehzuchtverbandes ist.

Futtervorrat wird knapp

Lins besitzt 20 Kühe und 30 Stück Nachzucht. Der Futtervorrat für seine Tiere reicht zum Glück noch aus. „Am schlimmsten sind die Bauern dran, die den gesamten Vorrat schon aufgebraucht haben. Sie müssen Futter zukaufen und das ist teuer“, betont Lins.

Den Bauern sind die Hände gebunden. Eingebaute Bewässerungsanlagen gibt es hier nicht. „Wir können nur warten und auf Regen hoffen. Würde es drei Tage richtig regnen, wäre viel gerettet“, sagt der Landwirt und blickt hoffnungsvoll zum Himmel. „Vor allem wäre der erste Schnitt gesichert. Dieser ist der wichtigste. Das Gras hat am meisten Nährstoffe und wird in der Regel das ganze Jahr über an die Tiere verfüttert.“ Nachdenklich geht Lins zurück zu seinem Traktor. „In einem Grünlandbetrieb kann man sich gegen Dürre und Überschwemmung nicht wehren. Da sieht man wieder, wie eng der Mensch mit der Natur verbunden ist“, bemerkt der Bauer abschließend, während die Sonne weiter scheint.

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