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Bauern beklagen Schäden

Schwarzach - "Wir haben ein Problem." Diesen Satz schickt Harald Rammel, Gemüsebaureferent der Landwirtschaftskammer, schon mal unmissverständlich voraus.

Um dann konkret zu werden: “Der Dauerregen führt zu einer Blattnässe, die den Pilzbefall fördert. Bei Lehmböden, die das Wasser stauen, besteht die Gefahr, dass Pflanzen und Früchte verfaulen.” So berichteten Erwerbs- und Hobbybauern in den vergangenen Tagen vermehrt über Schäden, die Dauerregen und Kälte angerichtet haben. “Ich verzeichne massive Einbußen bei der Ernte. Ich baue hauptsächlich Salat an. Da ist mir einiges kaputt gegangen”, berichtet Gemüse-Landwirt Martin Brunner aus Höchst. Kollege Walter Gehrer spricht von einer “Schlammschlacht”, die er noch halbwegs glimpflich überstanden habe. “Weil wir das Wasser weggepumpt haben. Wir brauchten unglaublich viel Kraft für die Ernte. So was habe ich in dieser Form noch nicht erlebt.”

Verfault

Verfaulte Früchte musste auch Kartoffelbauer Leo Meusburger aus Koblach aus seinem Acker entfernen. “Gott sei Dank nicht so viele. Aber wo immer sich das Wasser unter dem Boden staute, ging die Frucht zugrunde.” Immerhin habe die den Regen begleitende Kälte noch größeren Schaden abgewendet, hält Harald Rammel fest. “Nass und warm sind die idealen Voraussetzungen für massiven Pilzbefall. So gesehen hatte wenigstens die Kälte noch etwas Gutes.” Allerdings sind zum Beispiel Tomaten bei Temperaturen um 8 Grad in eine “Wachsdepression” verfallen. Das heißt, die Frucht verzeichnet einen reduzierten Stoffwechsel. “Und wenn es dann zu schnell zu heiß wird, können an den Tomaten gleich einmal Risse entstehen”, erklärt Rammel.

Sensible Gurken

Am empfindlichsten reagieren Gurken auf die nasskalte Witterung. “Die sterben definitiv ab, wenn es zu kalt wird”, so Harald Rammel. Betroffen seien meistens die Hobby-Ackerbauern. Weil die natürlich nicht so ausgestattet sind wie erwerbsmäßige Gemüsebauern, die über Heizungen verfügen. Kein Freund von Nässe und Kälte sind Salate. Auch Bohnen sind eher warmbedürftig. “Der erste Satz, den man direkt in den Boden gepflanzt hat, dürfte wohl komplett zerstört sein”, befürchtet Harald Rammel. Wetterresistenter sind hingegen Kohlgewächse, denen widrige Umstände nicht so zusetzen wie vielen anderen Gemüsesorten.

Trittschäden

Höchste Flexibilität war bisher bei der Heueinbringung gefragt. “Man brauchte hohe Schlagkraft, um die wenigen warmen Tage zu nutzen”, verrät Christian Meusburger, bei der Landwirtschaftkammer für Pflanzenbau und Fütterung zuständig. Zum Teil habe man das Heu in den Heustadel lüften müssen, um die gewünschte Qualität zu bewahren. Eine erste Bilanz wagt auch bereits Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger. “Das miserable Wetter hat Schäden beim Viehfutter verursacht, was sich auch im Milchertrag niederschlagen wird. Auf den Alpen müssen wir Trittschäden durch das Vieh registrieren. Weil das Gras dort bisher kaum gewachsen ist.”

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