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"Barverbot" lässt keine(n) kalt

Feldkirch - In der Montfortstadt gehen die Uhren anders als in den übrigen Vorarlberger Städten. Dort wurden Außenbars von Lokalen zum "Dorn im Auge" der Stadtplaner.

„Wir wollen keine Verhüttelung der Altstadt durch Wildwuchs von Außenbars. Deshalb haben wir die Empfehlung, keine Bars mehr aufzustellen, erlassen“, begründet Feldkirchs Wirtschaftsstadtrat Wolfgang Matt (VP) die restriktive Haltung der Stadtväter. Vor allem im Hinblick auf das Stadtbild hätten sich die Bars „negativ ausgewirkt“, sagt Matt.

„Mit Nein leben lernen“

Betroffene Gastronomen wie Reinhard Rauch oder Michael Gallaun (Dogana) als Wirtesprecher, die einst kämpferische Töne angeschlagen hatten, haben offenbar resigniert. „Für mich ist das Thema gegessen“, sagt Gallaun. Und Rauch versucht „mit dem Nein zu Bars leben zu lernen“. Als Konsument vermisse er die Bars als willkommene Kommunikationspunkte, sagt hingegen Hannes Jochum als Obmann der Feldkircher Werbegemeinschaft (WEF). „Im Prinzip“, ärgert sich Jochum unüberhörbar, finde er „das Verbot lächerlich“. Auch Rössleparkwirt Markus Nagele hält sich nicht zurück. „Es ist kontraproduktiv für das Leben in einer Stadt, wenn man mit dem Hochklappen der Gehsteige beginnt.“

Spielregeln für Wirte

In der Messestadt Dornbirn und auch in Bregenz können sich Stadtbesucher nach wie vor an Bars treffen. „Die Gastronomen halten sich an die Spielregeln und außerdem wollen wir, dass Leben in der Stadt ist“, sagt Mike Dünser als Leiter des Stadtmarketings Bregenz. Auch in Dornbirn gibts „kaum Probleme mit den Bars“, betont Herbert Kaufmann vom dortigen Stadtmarketing. „Überhaupt keine Probleme mit diesem Thema“ gibt es in der Alpenstadt Bludenz. Dort ist offenbar so gut wie keine Bar in einem der genehmigten Gastgärten zu finden.

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