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Barfuß im Tasten-Elysium

Alice Sara Ott bezauberte das Publikum.
Alice Sara Ott bezauberte das Publikum. ©TaK/Weltklassik

Die “Weltklassik”-Konzertreihe in Vaduz ging mit Klassepianistin zu Ende.

Vaduz. Wieder einmal ging die vom TaK im Vaduzer Saal veranstaltete “Weltklassik”-Konzertreihe erfolgreich zu Ende. Was Wunder, präsentiert diese Reihe doch schon seit Alo Büchels Zeiten wahrlich Konzerte mit Orchestern, Ensembles und Solisten von absolutem Weltruf. Im letzten der vielen Highlights der Saison 2009/10 gastierte die elfenhaft-anmutige, 21-jährige Klassepianistin Alice Sara Ott mit dem hervorragenden heimischen Sinfonieorchester Liechtenstein (SOL) unter der Leitung des in Vorarlberg bestens bekannten deutschen Dirigenten Sebastian Tewinkel, der jahrelang das Sinfonieorchester des Landeskonservatoriums betreut hat. Im SOL sitzen etliche Vorarlberger Musiker. Das Programm bot Werke von Mozart und Brahms und dem Liechtensteiner Komponisten Jürg Hanselmann.

Jugendliche Meisterin

Alice Sara Ott, mit deutsch-japanischer Abstammung, schon weltweit berühmt und heuer vor allem als geniale Chopin-Interpretin gefragt, führte in grünem Kleid und barfuß – seit der Geigerin Kopatchinskaja keine Sensation mehr – mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur (“Jeunehomme”) direkt ins Elysium edelster Tastenkunst. Mit traumhafter Technik der perlenden Läufe und innigster Empfindung schenkte die bezaubernde Künstlerin dem Publikum eine Mozart-Sternstunde und ein brillantes Liszt-Encore mit dem klingelnden “La Campanelle”. Zuvor erklang das duftige Divertimento in Es-Dur, KV 113, von Mozart, und danach ebenfalls ein leichtfüßiges Divertimento für Kammerorchester (2008) des vielseitigen Liechtensteiner Musikers Jürg Hanselmann (geb. 1960), der als Cembalist mitwirkte.

Werk von Hanselmann

Das Opus besticht nach einem düsteren Grave mit einem beschwingt-tänzerischen Allegro, einem Intermezzo/Largo mit solistischer Cembalo-Melodie und einem unruhig-brodelnden Presto, das aber immer wieder kurz lyrisch innehält. Sebastian Tewinkel als Gast führte das SOL mit gewohnter Präzision und musikalischer Souveränität, was besonders bei den abschließenden populären Variationen über ein Thema von Haydn, op. 56 A, von Johannes Brahms zum Ausdruck kam. Hier zeigte Tewinkel besonders seine Meisterschaft der differenzierten Klangrede.

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