Bankomat-Betrug mit Wärmebildkamera

Bregenz (VN) -  US-Forscher warnen: Es gibt eine neue Methode, wie Kriminelle an Bankdaten gelangen. Herbert Nitz von der Hypo Landesbank Vorarlberg gibt den Bedenken, dass auch diese Methode in Vorarlberg angewendet wird, keine Chance.
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Eine wissenschaftliche Studie von US-Forschern der University of California beschreibt eine neue Form der Bankomat-Kriminalität. Mithilfe einer Wärmebildkamera könnten die potenziellen Täter die eingegebene Zahlenfolge der Bankkunden nachträglich ausspionieren. Bis zu einer Minute nach Eingabe der Personal Identification Number (PIN) seien die gedrückten Zahlen noch ersichtlich. Nach Erkenntnissen der Forscher können die Gauner anhand der Abkühlung der Tasten zudem die Reihenfolge der Zahlen bestimmen.

Keine Bedenken

„Das kann ich mir bei uns nicht wirklich vorstellen“, gibt Herbert Nitz von der Hypo Landesbank Vorarlberg jeglichen Bedenken keine Chance. Das neue Spionageverfahren sei viel zu aufwendig. Außerdem hätten die Kriminellen dann zwar den PIN, die Bankkarte würde ihnen aber dennoch fehlen. Zu guter Letzt verweist Nitz noch darauf, dass die Bankomaten hierzulande mit einer Kamera überwacht werden und es sehr auffällig wäre, wenn jemand plötzlich ein Wärmebild von den Tasten aufnehmen würde.

Hohe Sicherheit am Bankomat

Die Missbrauchsfälle an Geldautomaten sind in Vorarlberg darüber hinaus äußert gering. „Wir können eine Sicherheit von 99,9 Prozent vorweisen“, meint Nitz. Aus Erfahrung weiß der Experte, dass es in der Vergangenheit vor allem aus zwei Gründen zu Problemen am Bankomaten gekommen ist: „Einerseits weil Kunden das abgehobene Geld am Automaten vergessen haben. Andererseits weil sie den PIN auf der Bankkarte notiert hatten.“

400.000 Bewegungen

Die rund 200 eingesetzten Geldautomaten sind dementsprechend sicher, so dass die monatlich rund 400.000 Bewegungen beziehungsweise Abhebungen auch weiterhin geschützt getätigt werden können. Dabei werden jeden Monat 50 Millionen Euro abgehoben.VN-HEY
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