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Bandenchef vor Gericht

Am Montag musste sich ein Bandenchef vor Gericht verantworten: Der Mann wurde für eineinhalb Jahre aus dem Verkehr gezogen. [13.12.99]

Eine 55-köpfige Einbrecherbande war im Raum Rankweil,
Feldkirch und Bludenz in den vergangenen zwei Jahren fleißig unterwegs.

Am Montag musste sich der Anführer der Gang vor Gericht verantworten.
An die 200 Straftaten soll die Bande verübt haben. Der Schaden beläuft sich
weit über eine Million Schilling. Die Bande, die vor allem in Autos
einstieg und Garderoben in Sportvereinen plünderte brachte die Exekutive
und Justiz zum Schwitzen.

Als “Letzter” musste sich nun der Bandenführer,
ein 33-jährige Feldkircher, seiner strafrechtlichen Verantwortung im
Feldkircher Landesgericht stellen.

Er war zu allen Einbruchs- und Diebstahlsfakten geständig. Den angelasteten
Raub will er aber nicht begangen haben. Aber auch in diesem Punkt erging
ein Schuldspruch.

Zusammen mit zwei Kollegen überfiel der Feldkircher Arbeiter am 1. März auf
einem Friedhof in Rankweil einen Pensionisten. Da dieser seine Geldtasche
aber partout nicht hergeben wollte, ließen sie dann doch von ihrem Opfer
ab. Somit blieb es beim gewaltlosen und somit “minderschweren” Raubversuch.
Das Urteil: ein Jahr unbedingt.

Zusätzlich muß der Feldkircher noch sechs
Monate einer ehemals bedingt verhängten Strafe absitzen. Somit ist nun das
letzte Bandenmitglied verurteilt . Der leitende Staatsanwalt Franz
Pflanzner und Richter Christian Röthlin können wieder aufatmen. Das Urteil
gegen den Feldkircher ist noch nicht rechtskräftig.

Von Toni Meznar

(Bild: VN)

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