Bahnunfall: Gerichtliche Voruntersuchung

Lochau - Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat zum tödlichen Bahnunfall in Lochau bei Bregenz gerichtliche Voruntersuchungen eingeleitet.   

„Derzeit ist noch keine abschließende strafrechtliche Beurteilung des Falles möglich“, bestätigte der Leitende Feldkircher Staatsanwalt Franz Pflanzner am Freitag einen Bericht von ORF Radio Vorarlberg. Nach Angaben von Pflanzner könnten die Erhebungen in sechs bis acht Wochen abgeschlossen sein.

Der von der Sonderkommission vorgelegte Unfall-Bericht sei in den vergangenen zwei Wochen eingehend geprüft worden, sagte Pflanzner der APA. Als sehr wesentlich habe sich dabei die Auswertung der aufgezeichneten Gespräche erwiesen. „Möglicherweise haben mehrere Beteiligte in der Kommunikation Fehler gemacht“, stellte Pflanzner fest. Ob damit ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege, müsse jetzt ein Untersuchungsrichter prüfen.

Laut Pflanzner könnte der Bericht des Untersuchungsrichters in sechs bis acht Wochen vorliegen. Erst danach könne man entscheiden, ob und gegebenenfalls gegen wen Anklage erhoben werde.

Bei dem Zugunglück in Lochau Ende Dezember sind drei Menschen getötet worden. Polizeibeamte und Leichenbestatter untersuchten auf den Gleisanlagen zwischen Lochau und Bregenz einen Unfall, bei dem ein 18-Jähriger ums Leben gekommen war. Ein vorbeifahrender Eurocity-Zug erfasste eine 32-jährige Polizistin, einen 63-jährigen Kriminalbeamten und einen 47-jährigen Leichenbestatter. Alle drei wurden sofort getötet.

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