AA

Bagger kann in "Gschlief'" arbeiten

Doren - Die Aufräumarbeiten im Dorener "Gschlief" nach den großen Hangrutschungen mussten auf Grund des nassen Bodens und der Seenbildung um rund eine Woche verschoben werden.

Am Donnerstag konnte endlich ein schwerer Bagger das Gebiet befahren und mit der Errichtung des Entwässerungssystem beginnen.

Damit die 30-Tonnen-Maschine überhaupt vom durchnässten Boden getragen wird, wurden Spezialbänder montiert, die den Druck auf den Untergrund reduzieren. „Wenn der Bagger bei den weicheren Stellen einsinkt, ist schon ein gewisses Kribbeln da, vor allem weil man nicht weiß, ob es wirklich hält oder nicht“, so Baggerfahrer Peter Rüf. Doch der Boden hielt stand.

„Der Bagger hat jetzt die Aufgabe, ein offenes Grabensystem von der Weißach bis in die Mitte des Hanges zu errichten, damit dann das Oberflächenwasser abfließen kann“, erklärte Herbert Strolz von der Lawinen- und Wildbachverbauung Bregenz im „VN“-Interview. Im Anschluss wird dann der Graben bis zur Abbruchkante verlängert. Dadurch soll der Hang endlich ein bisschen mehr Stabilität erhalten.

Die Experten sind immer noch mit der Planung eines Sanierungskonzeptes beschäftigt. So wurde am Montag erstmals ein Salzburger Bodenmechaniker hinzugezogen, um einen Kostenvoranschlag zu erstellen. In den vergangenen Tagen wurde auch öfter der Hang vom Spezialisten und ehemaligen Wiener Universitätsprofessor Dirk van Husen vermessen. Die nächsten Schritte nach dem Entwässerungssystem sind die Abrisskante und zu guter Letzt die komplette Rutschung zu sichern.

Feuerwehr im Einsatz

Auch die Feuerwehr Doren ist weiterhin rund um die Uhr im Einsatz, um die durch die Niederschläge gebildeten Seen mittels Pumpen und rund 800 Meter Schlauch in die Weißach zu leiten. In der letzten Nacht konnten vom größten See, der bis zu zweieinhalb Meter tief war, rund 70 Zentimeter abgepumpt werden. „Wenn der größte See weg ist, werden wir anschließend bei den kleineren Seen weitermachen“, so Christoph Bechter von der Ortsfeuerwehr Doren.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Bagger kann in "Gschlief'" arbeiten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen