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Bagdad: Neue Botschaft von El Kaida

Unmittelbar vor dem dritten Jahrestag der Anschläge des 11. September in den USA hat sich das Terrornetzwerk El Kaida mit einer Botschaft zu Wort gemeldet. Daraud meldet sich Bin Ladesn Stellvertreter Ayman al-Zawahiri zu Wort.

Die Vereinigten Staaten stünden im Irak und in Afghanistan am Rande einer Niederlage, sagte er in von dem katarischen Fernsehsender Al Jazeera ausgestrahlten Aufnahmen am Donnerstagabend. „Die Amerikaner stehen zwischen zwei Feuern: Bleiben sie, bluteten sie aus. Ziehen sie sich zurück, verlieren sie alles.“

In Afghanistan seien die US-Truppen „in die Schützengräben“ getrieben worden, erklärte Zawahiri. Sie weigerten sich, herauszukommen, um sich direkt den Mujaheddin zu stellen. Die USA und ihre Alliierten müssten permanent mit Märtyrer-Anschlägen rechnen.

Der pakistanische Armeesprecher General Shaukat Sultan, dessen Streitkräfte am Donnerstag nach eigenen Angaben bei einem Angriff auf ein Ausbildungslager 50 Terroristen töteten, sagte am Freitag: „Das Band soll vermutlich die Moral der Terroristen heben, da sie schwere Verluste hinnehmen mussten.“

Sollte sich die Echtheit bestätigen, wären es nach Angaben von US-Terrorexperten die ersten Bilder von Zawahiri seit Dezember 2001. Der Mann, der in dem Video zu sehen ist, trägt eine schwarze Weste über einem weißen Gewand, ein Brille und einen Bart. Ein Sturmgewehr lehnt hinter ihm an der Wand. Die Ära der Sicherheit für Amerika sei vorüber, erklärt der Mann mit Blick in die Kamera. Diese Ära kehre erst zurück, wenn Washington die Verbrechen an Moslems im Irak, in Afghanistan und Palästina beende.

Es gebe US-Pläne, die arabische und die islamische Welt „auseinander zu reißen“, etwa auf der arabischen Halbinsel, in Ägypten und im Sudan in der Krisenregion Darfur, heißt es in der Rede weiters. Der Moderator von Al Jazeera kommentierte, der Hinweis auf Darfur belege, dass das Band neueren Datums sei.

In den beiden vergangenen Jahren hatte Al Jazeera jeweils am 10. September ein Tonband mit der Stimme Bin Ladens ausgestrahlt. US-Geheimdienstbeamte sollen nun prüfen, ob es sich bei der Stimme auf dem jüngsten Videoband tatsächlich um jene Zawahiris handelt. Al Jazeera teilte mit, von dem insgesamt zwölfminütigen Band würden lediglich zwei Minuten „mit Nachrichtenwert“ gesendet. Über den Inhalt des ungesendeten Materials wollte der Sender keine Angaben machen. Von Bin Laden fehtl immer noch jede Spur.

“Welt ist nicht sicherer geworden”

Der deutsche Terrorismus-Forscher Rolf Tophoven betonte unterdessen, die weltweite Bedrohung durch Terroristen habe seit dem 11. September eher zugenommen. „Nach dem damaligen terroristischen Supergau in den USA ist die Welt trotz des allerorts geführten und auch immer wieder herbeigeredeten Kampfes gegen den Terrorismus nicht sicherer geworden – im Gegenteil“, sagte Tophoven am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP in Düsseldorf. „Die Internationale des militanten islamistischen Terrors ist weltweit vernetzt, handlungsfähig und jederzeit zu einem Anschlag bereit.“

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