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Axt-Täter hatte zwei Gesichter

Bregenz - Der Axt-Täter Mario M. verbarg wahres Gesicht vor Betreuern und Kollegen. "So etwas hat niemand geahnt, das hat uns alle sehr überrascht".     Das Opfer berichtet

Winfried Ender, Leiter von „Neustart“, und die Mitarbeiter der Bewährungshilfe sind betroffen von der Neuigkeit, dass der von ihnen betreute Mario M. sich als brutaler Axt-Täter entpuppte. M. sitzt derzeit in U-Haft, ihm droht bei einem entsprechenden Gutachten die Einlieferung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher. Primar Reinhard Haller wird den Mann psychiatrisch untersuchen und dann entscheiden, ob er zurechnungsfähig ist.

Keine Hinweise auf Krise

Seit zweieinhalb Jahren wurde der 47-jährige Tatverdächtige von Neustart betreut, fiel laut Winfried Ender nicht negativ auf. „Er war sehr kooperativ, wollte sich helfen lassen und hat während der Betreuung große Fortschritte gemacht. Wir sind sehr betroffen, denn über die Jahre baut man ja auch ein Vertrauensverhältnis zu einem Betreuten auf.“

Mario M. ist offenbar ein Meister des Verstellens und der Täuschung, niemand in seinem Umfeld schöpfte Verdacht. Im Sommer 2004 hatte der jetzt 47-Jährige seine Lebensgefährtin in der Trennungsphase mit einem Messer bedroht, bei einem Polizeieinsatz leistete er Widerstand und wurde deswegen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, bei der Polizei war der Mann als gewalttätig bekannt. Eine Psychotherapie bekam er jedoch nicht, nur die normale Betreuung innerhalb der Bewährungshilfe. Ein Versäumnis will man darin nicht sehen: „Bei der Beendigung von Beziehungen gibt es öfter Konflikte, deshalb macht man aber nicht in jedem Fall eine Therapie“, so Ender. Wäre das Aggressionspotenzial von Mario M. ersichtlich gewesen, hätte man aber auf jeden Fall eine Psychotherapie vermittelt. „Wir hatten keine Hinweise, dass der Betreute derzeit eine Krise hat oder in einer ausweglosen Situation ist, nichts hat auf solch eine Tat hingedeutet, ihm war nichts anzumerken“.

Auch bei der Arbeit sei Mario M. zuverlässig und nie aggressiv gewesen, so Manfred Kathan von „A Plus“, der Arbeitsprojektentwicklung für benachteiligte Menschen in Dornbirn. Der Tatverdächtige arbeitete dort als Leasingarbeiter, sei immer sehr kooperativ gewesen.

Als er am vergangenen Montag und Dienstag nicht zur Arbeit erschien, machte man sich Sorgen und alarmierte schließlich die Polizei, aus der Befürchtung heraus, dass Mario M. Suizid begangen haben könnte.

Doch der Axt-Täter hatte sich im Freien versteckt, durch den Fahndungsdruck der Polizei in die Enge getrieben. In seiner Wohnung wurde belastendes Material gefunden, ein paar Tage später klickten die Handschellen.

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