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Avantgarde-Künstler Wade Guyton zückte Signierstift

Wade Guyton mit KUB-Direktor Yilmaz Dziewior bei seiner Signierstunde.
Wade Guyton mit KUB-Direktor Yilmaz Dziewior bei seiner Signierstunde. ©Harald Pfarrmaier
Signierstunden

Der US-amerikanische Künstler ist die Nr. 11 in der gemeinsamen 12-teiligen Kunstsammel-Serie von VN und KUB.

Bregenz. Der 1972 in Hammond/Indiana geborene Wade Guyton ist kein Künstler, der den Pinsel schwingt. Sein Handwerkszeug ist ein Tintenstrahl-Großformatdrucker. Den speist er mit Leinwand und die Tücken der Technik machen seine Werke zu seiner Kunst.

Der Drucker schluckt üblicherweise Papier. So gefüttert läuft meist alles glatt. Das aber ist nicht Guytons Intention. Wenn er seinem Drucker Leinwand zum Fraß vorwirft, weiss er genau: das schluckt er nicht so einfach. Das grobe Material spießt sich, verhakt sich und die Tinte wird nicht gleichmäßig aufgetragen. Es kommt zu Schlieren und Spritzen, es bilden sich Kleckse und Farbnasen aus. Es kommt also zu Fehlern und das Ergebnis ist ein Zufall.

Wade Guyton gehört derzeit zu den Liebkindern der Kunstkritiker und ist Star einer neuen Art der Malerei. Ganz ohne Pinsel auskommend kreiert der Avantgardist seine Werke am Computer, lässt sie durch den Drucker entstehen. Seine Motive sind einfache Schriftzeichen, geometrische Figuren. Guyton faltet und wendet die Leinwand, bedient sich des Mehrfachdrucks. Dadurch entstehen etwa seine psychodiagnostischen “Rorschach-Bilder”. Er verfremdet Seiten aus Katalogen und Zeitschriften, überlagert sie mit geometrischen Figuren und eingescanntem Bildmaterial. Neue Zusammenhänge entstehen und werfen die Frage nach dem Ursprung auf. Insofern kam ihm die VN-Kunstseite ganz besonders entgegen.

Nach Cosima von Bonin, Gottfried Bechtold, Valie Export, Harun Farocki, Tone Fink, Antony Gormley, Haegue Yang, dem Künstlerduo Fischli & Weiss, Roman Ondák und Mariella Scherling-Elia ist Wade Guyton der elfte Künstler, der eine VN-Kunstseite gestaltet hat. Mit einer weiteren Kunstseite im Juni wird diese gemeinsame Kunstsammelaktion von VN und Kunsthaus Bregenz abgeschlossen werden.
HAPF

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