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Autodiebe schlugen in Wien, NÖ und OÖ zu: 1,9 Millionen Euro Schaden

Die Polizei konnte eine zehnköpfige Autodieb-Bande ausforschen.
Die Polizei konnte eine zehnköpfige Autodieb-Bande ausforschen. ©bilderbox.com (Sujet)
Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei konnten einer zehnköpfigen polnischen Tätergruppe 22 Fahrzeugdiebstähle in mehreren Bundesländern nachgewiesen werden. Die Täter gingen dabei mit einem Funkstreckenverlängerungsgerät vor.
Das Tatwerkzeug

Beginnend mit Oktober 2017 bis Anfang März 2018 kam es in den Bundesländern Niederösterreich, Wien und Oberösterreich – dabei vorwiegend in den Bezirken Mödling, Baden, Wien-Liesing, Linz-Land und Perg – zu insgesamt 22 Diebstählen hochpreisiger Fahrzeuge. Dadurch entstand ein Gesamtschaden von 1,9 Millionen Euro.

Nach intensiven Ermittlungen des Landeskriminalamtes Niederösterreich konnte eine zehnköpfige polnische Tätergruppe ausgeforscht werden. Bei den Diebestouren wurde ein sogenannter Scanner, also ein Funkstreckenverlängerungsgerät, verwendet. Wenn die Besitzer ihre Autos vor ihren Wohnhäusern abgestellt hatten, wurde damit von den Tätern das Sperrsignal des Autoschlüssels zu einem Empfangsgerät verlängert. Mit diesem konnten die Wagen in Folge geöffnet werden. Mit einem “Jammer” unterdrückten die Autodiebe später das Ortungssignal der Pkws, teilte die Polizei mit.

Fahrzeuge in Wien, NÖ & OÖ gestohlen: Zehnköpfige Bande ausgeforscht

Am 9. März 2018 konnten Bedienstete der Landespolizeidirektion Niederösterreich, Einsatzgruppe für Straßenkriminalität, zwei mit EU-Haftbefehl gesuchten polnische Staatsbürger im Alter von 21 und 23 Jahren im Bezirk Baden vorläufig festnehmen. Sie sind teilweise geständig und wurden in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Ein gestohlener Pkw konnte in Wien-Meidling und zwei weitere gestohlene Fahrzeuge in Polen sichergestellt werden.

Bei von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angeordneten Hausdurchsuchungen konnten in zwei Wohnungen die bei den Tatausübungen verwendete Funkstreckenverlängerer “Scanner” samt Empfangsteil sowie mehrere Tatwerkzeuge “Jammer” sichergestellt werden. Als weitere mutmaßliche Mittäter konnten eine polnische Staatsbürgerin im Alter von 34 Jahren und zwei Polen im Alter von 25 und 28 Jahren ausgeforscht und ebenfalls am 9. März in Perchtoldsdorf festgenommen werden.

Durch weitere intensive Ermittlungen konnten vier weitere, mutmaßliche, noch flüchtige polnische Staatsbürger im Alter von 21, 22, 31 und 40 Jahren als Beschuldigte ausgeforscht werden. Ein weiterer mutmaßlicher polnischer Mittäter befindet sich zurzeit in Deutschland in Untersuchungshaft. Über drei der Beschuldigten wurde von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt die Untersuchungshaft verhängt. Die zehnköpfige Tätergruppe wird der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt angezeigt.

(Red)

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