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Autobahnbaustellen bremsen Tausende aus

Dornbirn, Rankweil - Autofahrer werden seit Montagabend im Rheintal von Autobahnbaustellen ausgebremst. Besonders zwei Behinderungen ohne Ankündigung sorgt für kilometerlange Rückstauungen.

Vor Dornbirn-Nord und Rankweil verengte die Asfinag den Verkehr auf nur eine Fahrspur – ohne jede Ankündigung. Statt mit 130 Stundenkilometer konnten Autofahrer vor allem in den Stoßzeiten morgens und abends maximal mit Schrittgeschwindigkeit passieren. Am Montagabend meldete die Verkehrsleitzentrale der Polizei sieben Kilometer Stau vor Dornbirn-Süd. Pendler verloren so bis zu 30 Minuten auf dem Weg nachhause oder ins Büro – und zunächst waren weder Baufahrzeuge noch Arbeiter zu sehen. Auch am Dienstag kam es erneut zu Behinderungen.

Fahrbahn setzte sich

„Es geht um eine notwendige Niveauanpassung an insgesamt drei Brückenobjekten zwischen Rankweil und Dornbirn”, erklärt Asfinag-Pressesprecher Alexander Holzedl auf „VN”-Anfrage. Der Untergrund habe sich wieder gesetzt, jetzt müsse die Fahrspur erneut an die Brückenbauwerke angeglichen werden. „Diese Arbeiten können leider nur durch einen einspurigen Bereich gemacht werden und da zunächst Vermessungsarbeiten nötig waren sind natürlich kaum Arbeiter sichtbar”, sagt Holzedl.

Die Rückstauungen der ersten Tage haben bei der Asfinag intern für Hektik gesorgt. Ursprünglich war geplant gewesen, während der nächsten zwei Wochen nur eine Fahrspur in Richtung Deutschland geöffnet zu halten. „Wir haben aber auf die Baufirma eingewirkt, dass bereits ab 9. Mai wieder zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen werden”, erläutert der Asfinag-Sprecher.

Nun steht auch in den Sternen, ob die ursprünglich für die zweite Maihälfte geplante Baustelle auf Höhe Koblach-Straßenhäuser – ebenfalls in Fahrtrichtung Deutschland – direkt im Anschluss an die aktuellen Bauarbeiten eingerichtet werden soll.

Dass nicht zeitgerecht informiert wurde, sei auf ein Gebrechen beim Versand der Information zurückzuführen. „Da ist ein technischer Fehler passiert”, so Holzedl.

Polizei wirbt um Einsicht

Die Autobahnpolizei bestätigt Unannehmlichkeiten für Autofahrer, wirbt aber um Verständnis. „Natürlich sind Baustellen ein Problem, aber diese Arbeiten können im Winter nicht durchgeführt werden. Man kann hier nur die Autofahrer um Verständnis bitten”, sagt Autobahnpolizei-Chef Hubert Übelher. Er empfiehlt, die betroffenen Autobahnabschnitte (nur die Fahrspuren in Richtung Deutschland sind betroffen) wenn möglich zwischen 16 und 18 Uhr zu meiden.

Warum die Baustellen im heurigen Sommer etwas gedrängter auftreten: Während der EURO 08 hat sich die Asfinag auf allen Autobahnen Österreichs grundsätzlich Baustellenfreiheit vorgenommen. Auch in Vorarlberg sollen im Juni alle Hauptrouten ungehindert passierbar sein. ##gerold riedmann##

Reklamationen oder Anregungen zu Autobahn-Baustellen: Gratis-Nummer 0800 400 12 400 der Asfinag.

Diese Asfinag-Baustellen kommen heuer auf Sie zu

  • Juli – August: Sanierung A14-Überführung Wirtschaftsweg Höhe Altach (Richtung Deutschland), Betonsanierung der Überführung – kaum Behinderungen.
  • Juli – Oktober: Sanierung Hoppachbrücke bei der Ausfahrt Götzis/Altach (Richtung Tirol), Behinderungen: Halbseitige Sperre der Ausfahrt Götzis (Ausfahrt bleibt befahrbar).
  • Ende Juli – September: Belagsanierung auf der S 16 bei Braz (beide Richtungen) Instandsetzung Deckenbelag und Sanierung Almeintobelbrücke.
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