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Auswege aus der Wirtschaftskrise

Bregenz - Durch die Krise in Not geraten: 120 Unternehmen nutzen die Service-Stelle der WKV. Nur 40 Arbeitnehmer die in der AK.

Nach wochenlangen politischen Debatten und unter anderem auf Druck der SPÖ trafen sich im März des Vorjahres Vertreter der Landesregierung, der Kammern und der Banken zu einem Gipfel im Landhaus. Ziel des Gesprächs war es, Lösungen für Arbeitnehmer und Betriebe zu suchen, die durch die Wirtschaftskrise unverschuldet in Not geraten waren. Auch wenn es, wie die Teilnehmer sagten, im Land Vorarlberg keine Kreditklemme gebe, wurde vereinbart, dass sich Privatpersonen an die Arbeiterkammer und Unternehmer an die Wirtschaftskammer wenden können, um mögliche Lösungen mit den Banken zu besprechen.

Ein klarer Unterschied

Einen Tag später nahmen die beiden Stellen ihre Arbeit auf – und konnten seither, Wirtschafts- und Arbeiterkammer zusammengerechnet, in rund 160 Fällen helfen. Wobei das Gros der Hilfe- oder Informationssuchenden nicht etwa Arbeitnehmer, sondern Unternehmen waren. Zahlen belegen dies deutlich: Während sich bei der Arbeiterkammer „nur rund 40“ Arbeitnehmer (siehe Text-Box) meldeten, hatte die Wirtschaftskammer laut Christoph Mathis seit Gründung der Stelle „direkte Kontakte in 118 Fällen“. Ab und an hätten die Unternehmer zwar nur die eine oder andere Verständnisfrage geäußert; in 75 Fällen aber war eine weitergehende Beratung, Begleitung oder Vermittlung notwendig. „Und in über 90 Prozent dieser 75 Fälle“, sagt Mathis, der Leiter des Gründerservice in der Kammer, „konnten wir weiterhelfen.“ Diese Hilfestellung reichte je nach Fall von der kostenlosen Erstellung einer Ist-Analyse durch einen Unternehmensberater, über weitergehende Finanzierungsvorschläge, Gespräche mit den Banken bis hin zur Intervention durch die Politik. Letzteres kam selten zur Anwendung, Kammer-Präsident Manfred Rein und Landesrat Karlheinz Rüdisser ziehen ein positives Fazit. „Die Installation dieser Stelle hat sich gelohnt“, sagen beide einhellig, „wir konnten einem Großteil helfen.“

Alles ruhig in der AK

In der Arbeiterkammer war die Stelle ausdrücklich für all jene eingerichtet worden, die entweder durch Verlust des Arbeitsplatzes oder durch Kurzarbeit Probleme hatten, ihre Wohnkredite zurückzahlen zu können. Seit März 2009 meldeten sich nur knapp 40 Personen. „Der befürchtete Ansturm ist ausgeblieben“, sagt Karin Hinteregger, Chefin der Konsumentenberatung in der AK und Leiterin der Service­stelle. Von diesen 40 Fällen hätten sich manche oft auch nur erkundigt, was man tun könne, und sich nach einer entsprechenden Auskunft dann auch oft gar nicht mehr gemeldet. Und warum?

„Kaum Interventionen“

Hinteregger vermutet, dass die Banken den Kreditnehmern entgegengekommen seien; jedenfalls habe die AK kaum einmal bei Banken intervenieren müssen. Und wenn, dann seien diese Fälle zur Zufriedenheit aller gelöst worden, sagt Präsident Hubert Hämmerle. Warum aber meldeten sich derart wenige Arbeitnehmer? Ist die Stelle zu wenig bekannt? Haben die Betroffenen resigniert? „Beides mag zutreffen“, sagt Hämmerle, „ich kenne aber die wahren Gründe nicht“. Aufrecht bleibe das Angebot aber auf jeden Fall: „Wenn uns jemand anruft, gehen wir dem Fall sicher nach.“ „Froh, dass sich alles in Grenzen gehalten hat“, ist Banken-Sprecher Jodok Simma. Nach seinem Wissensstand sei das meiste einvernehmlich geregelt worden, sagt der Hypo-Vorstandsdirektor: „Es ist die Betroffenheit zum Glück auch geringer, als man ursprünglich angenommen hat.“

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