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Austria vor richtungsweisendem Duell mit Hartberg

Fischer und Co. peilen gegen Hartberg drei Punkte an
Fischer und Co. peilen gegen Hartberg drei Punkte an ©APA/EXPA/MAX SLOVENCIK
Der Wiener Austria steht am Samstag (17.00 Uhr/live Sky) zum Frühjahrsauftakt in der Fußball-Bundesliga ein richtungsweisendes Spiel bevor. Im Heimduell mit den viertplatzierten Hartbergern peilen die Veilchen bitter nötige drei Punkte an, um den Anschluss im Kampf um die Top sechs nicht zu verlieren. In Altach kommt es hingegen zum direkten Duell um Platz neun. Aufsteiger Blau-Weiß Linz liegt vor dem Spiel der 18. Runde einen Punkt vor den Vorarlbergern.

Bei einer Niederlage gegen Hartberg dürfte die Meistergruppe für die achtplatzierte Austria (21 Punkte) in weite Ferne rücken. Zusätzliche Brisanz bringt die Tatsache, dass zwei der größten Konkurrenten um einen Platz in den Top sechs, der WAC (23) und Rapid (24) am Sonntag direkt aufeinandertreffen. "Ich habe mich im Trainingslager selbst beim Rechnen erwischt. Wir werden schon noch zwölf Punkte brauchen", prophezeite Trainer Michael Wimmer. "Wir werden alles raushauen und mit den Fans im Rücken hoffentlich erfolgreich ins Frühjahr starten."

Verlass war im Herbst immer wieder auf die Defensive. Erstmals seit 2009 blieb die Austria fünf Liga-Heimspiele in Folge ohne Gegentor. Diese Serie will Mirko Kos, der bis auf weiteres das Tor der Wiener hüten wird, prolongieren. Einsergoalie Christian Früchtl fällt aufgrund einer im Training erlittenen Knieverletzung noch bis zu fünf Wochen aus. Mit Matthias Braunöder, Aleksandar Jukic und Matan Baltaxa verließen drei Akteure den Verein. Verstärkt haben sich die finanziell angeschlagenen Veilchen einzig mit Bayern-Leihgabe Frans Krätzig. Wie Wimmer verriet, wird Krätzig am Samstag in der Startelf stehen.

Für Hartberg ist die Meistergruppe indes zum Greifen nahe. "Ich will aus den letzten fünf Spielen so viele Punkte wie möglich machen, und dann gibt es den Moment der Teilung, wo wir schauen werden, was Sache ist", sagte Trainer Markus Schopp und fügte hinzu: "Wenn wir uns aber weiter so entwickeln, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir noch sehr viele Punkte machen werden."

Mit von der Partie zum Frühjahrsauftakt ist auch Toptorjäger Maximilian Entrup. Lange Zeit mussten die Hartberger um den Verbleib des Neo-Teamspielers zittern, letztlich kam es mit dem deutschen Zweitligisten Kiel aber zu keiner Einigung. Abhanden kam den Steirern Offensivkraft Christoph Lang (zu Rapid), verpflichtet wurde der Ex-Admiraner Onurhan Babuscu. Für das Duell in Wien sind nach einer fünfwöchigen Vorbereitungsphase alle Mann an Bord.

Altach-Trainer Joachim Standfest glaubte gegen Blau-Weiß Linz an ein ausgeglichenes Spiel: "Blau-Weiß ist eine ähnliche Mannschaft wie wir, es wird eine harte Partie. Aber wir spielen daheim und wollen an Blau-Weiß vorbeiziehen." Eine Angelegenheit auf Augenhöhe erwartete auch der Linzer Coach Gerald Scheiblehner. "Es wird wieder ein sehr enges Spiel, welches durch Kleinigkeiten entschieden wird. Ein Sieg würde beiden Mannschaften Luft nach unten verschaffen." Der Elfte WSG Tirol (empfängt Schlusslicht Lustenau am Sonntag) liegt sechs Punkte hinter den Linzern. Man kennt sich inzwischen, nicht nur aus den zwei Herbst-Duellen (1:1/Liga, 2:0 Altach im Cup). In der Vorbereitung nächtigten beide Teams in der Türkei im selben Hotel. Die Linzer hätten aber zuerst gebucht, scherzte Scheiblehner im Vorfeld der Partie.

Umtriebiger am Transfermarkt war Altach. Vier Spieler gingen, vier Spieler kamen. Kreativspieler Sofian Bahloul, in den die Vorarlberger großes Vertrauen setzen, könnte erstmals auflaufen. Der angeschlagene Stürmer Gustavo Santos wird wohl zuerst auf der Bank Platz nehmen. Bei den Linzern wurde beim zuletzt am Knöchel verletzten und bald eingebürgerten Torjäger Ronivaldo nun ein Startelfeinsatz nicht ausgeschlossen. Stefan Haudum muss hingegen drei Wochen Schiene tragen. Der Ex-Altacher hat sich im letzten Test gegen die Vienna im Knöchelbereich verletzt.

(APA)

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