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Austausch macht Fremde zu Freunden

Workshop projektXchange: Markus Schelling, Omar, Mohammad, Stefanie Mäser, Manfred Hagen
Workshop projektXchange: Markus Schelling, Omar, Mohammad, Stefanie Mäser, Manfred Hagen ©Edith Rhomberg
Im Rahmen des Workshops projektXchange des Österreichischen Roten Kreuz lernten Schüler betroffene Menschen aus Syrien kennen.
projektXchange

Dornbirn. Austausch macht Fremde zu Freunden. So lautet die Botschaft des Österreichischen Roten Kreuz mit dem Workshop projektXchange, den es bereits seit 2009 gibt. Workshops an Schulen sollen mit dazu beitragen, Vorurteile und Konflikte im Bereich Migration und Integration an Hand von direkten Begegnungen abzubauen. Bilder zurechtzurücken ist auch das Ziel von Manfred Hagen, der sich während seiner aktiven Unterrichtstätigkeit als Lehrer an der HAK Lustenau und Landesreferent des Jugendrotkreuz bereits in den Dienst der Sache gestellt hatte. Nun besucht er, gemeinsam mit betroffenen Menschen, Schulen in Vorarlberg. Betroffene sind Frauen und Männer, die aufgrund bedrohlicher Situationen ihr Heimatland verlassen mussten und die sich nach ihrer Flucht bei uns ein neues und vor allem sicheres Leben erhoffen. Dazu erläuterte Hagen die Gründe, wonach Menschen nach der Genfer Flüchtlingskonvention Asyl bekommen können.

Am BG Dornbirn nahmen die Schüler der fünften Klassen mit ihren Lehrern Stefanie Mäser und Markus Schelling im Rahmen des Ethikunterrichts am Workshop projektXchange teil. Ein kleines Quiz, an dem die Schüler rege teilnahmen, stimmte auf ein paar wichtige Fakten und Zahlen ein.

Heute waren Omar, 27, und Mohammad, 24, aus Syrien zu Gast, um über ihr ganz persönliches Schicksal zu sprechen. „So bekommen die Schüler einen realen Bezug zum Thema Flüchtlinge. Das Gesicht zu den Menschen und das direkte Gespräch mit ihnen machen die Schüler betroffen“, sagt Stefanie Mäser. „Es ist ein nachhaltiges Erlebnis und setzt das weitere Nachdenken in Gang“, ergänzt sie. Genauso sieht das Markus Schelling, der seine Schüler auf den Workshop gut vorbereitet hatte, die denn auch viele Fragen an die jungen Männer richteten. Beide haben es hier gut getroffen und bereits Asyl in Österreich erhalten. Sie können sich auf Deutsch gut verständigen, wollen aber ihre Sprachkenntnisse weiter perfektionieren. Mohammad, der gern als Krankenpfleger arbeiten möchte, wohnt in Lustenau. Omar lebt bei einer Gastfamilie in Hard. In Syrien hat er bereits als Zahnarzt gearbeitet und nun will er auch in Österreich die dafür erforderlichen Prüfungen ablegen. „Ich möchte in Frieden leben“, wünscht sich Omar, der seine ursprüngliche Heimat schon 2013 verlassen hat wegen des IS. Mit guten Wünschen für die Zukunft verabschiedeten sich die Schüler von ihren Gästen, die einen Einblick in ihr Leben, ihre Familien und ihr Herkunftsland geben konnten.

Kontakt: Österreichisches Rotes Kreuz

www.projektxchange.at

 

Wie hat dir der Workshop gefallen?

 

„Ich bin an unterschiedlichen Kulturen interessiert und finde, Menschen sollten gegenseitig voneinander lernen, Gut ist, wenn man offen ist und versucht, Ängste abzubauen. Es ist wichtig, auch die andere Seite zu sehen und sich nicht allein vom Internet beeinflussen zu lassen“. Anika.

 

„Meine Mutter ist früher vom Jugoslawienkrieg geflüchtet. Durch ihre Erzählungen habe ich einen Bezug dazu. Ich bin natürlich gegen Rassismus und Vorurteile. Ich kann mir vorstellen, Flüchtlinge bei uns zu integrieren. Bei unserem Fußballverein funktioniert das bereits mit zwei jungen Nigerianern“. Matteo.

 

„Ich bin überzeugt, dass auch wir Schüler Flüchtlingen helfen können. Zum Beispiel können wir Sprachunterricht geben. Ich weiß nicht, ob sich die Erwartungen von Omar und Mohammad hier erfüllen werden. Aber wichtig für sie ist in erster Linie ein Leben in Sicherheit. Viktoria.

 

„Es war sehr interessant für mich, etwas über Syrien und das Leben dort zu erfahren. Bisher habe ich im Alltag kaum Bezug zu Flüchtlingen gehabt. Es ist wichtig, aufeinander zuzugehen und eventuelle Vorurteile abzubauen. Dann kann das Zusammenleben verschiedener Kulturen funktionieren“. Katharina.

 

„Ich hatte schon viel Einblick in das Leben von Flüchtlingen durch einen Mentor in unserer Familie. Das Wichtigste ist, sich ein eigenes Bild zu machen. Traurig finde ich, wenn Menschen fremdenfeindlich reagieren. Ich möchte dazu beitragen, dass sich auch Menschen aus Syrien wohl fühlen bei uns“. Paul.

 

„Das Thema Flüchtlinge kenne ich vor allem aus dem Ethikunterricht und jetzt durch den Workshop projektXchange. Es hat mich berührt zu erfahren, dass Menschen während ihrer Flucht unmenschlich behandelt wurden. Wir müssen helfen, auch durch reden und informieren ist es möglich. Jakob.

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