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Ausstellungen und Bücher feiern Architekt Fischer von Erlach

Die Karlskirche ist das Hauptwerk von Fischer von Erlach
Die Karlskirche ist das Hauptwerk von Fischer von Erlach ©APA/GEORG HOCHMUTH
Er entwarf die Kollegien- und Dreifaltigkeitskirche in Salzburg, die Karlskirche in Wien trägt seine Handschrift wie das Schloss Schönbrunn oder die ehemaligen Hofstallungen, aus denen das Museumsquartier wurde: 2023 jährt sich der Todestag von Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach zum 300. Mal. Mit Ausstellungen halten die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) wie das Wien und das Salzburg Museum die Erinnerung an ihn wach, zwei Publikationen feiern sein Schaffen.

Der am 20. Juli 1656 in Graz geborene und am 5. April 1723 in Wien verstorbene Fischer von Erlach gilt als einer der bedeutendsten Barockarchitekten Mitteleuropas. Er hatte von seinem Vater zunächst das Handwerk des Bildhauers erlernt, wandte sich später aber ganz der Architektur zu. Ein Neubau des Schlosses Schönbrunn, dem allerdings zahlreiche Umbauten folgten, geht ebenso auf ihn zurück wie fünf Kirchen im Erzstift Salzburg: Auch die Ursulinenkirche, die Johannsspitalkirche in Mülln und die Wallfahrtskirche Maria Kirchental im Pinzgau wurden nach seinen Entwürfen erbaut. Auf den das Stadtbild prägenden Architekten geht das Salzburg Museum von 6. April bis 8. Oktober ein, 2024 soll diese Kooperation mit dem Wien Museum für Letzteres zur ersten Sonderausstellung des Jahres werden.

Als sein Hauptwerk gilt die Wiener Karlskirche, für die er sich etwa Anleihen an der Trajanssäule in Rom nahm. Die ÖNB hat Fischer von Erlach ihren Prunksaal zu verdanken. Nach seinem Tod von Sohn Joseph Emanuel Fischer von Erlach fertiggestellt, wird ihm die Planung und Raumgestaltung des repräsentativen Baus zugeschrieben. Von 12. Jänner bis 5. März wird im Prunksaal nun an die Ursprünge als Hofbibliothek erinnert: mit Original-Handschriften, monumentalen Stichwerken sowie Plänen und Skizzen aus der Erbauungszeit.

Ein Zurückblicken auf das Schaffen Fischer von Erlachs ermöglicht auch der Prachtband "Johann Bernhard Fischer von Erlach (1656-1723) und die Baukunst des europäischen Barock", den Herbert Karner und Werner Telesko von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie Uni-Wien-Rektor Sebastian Schütze zum 300. Todestag herausgegeben haben. In dem im April erscheinenden Buch "Die Zeichnungen von Johann Bernhard Fischer von Erlach" zeigt die National- und Universitätsbibliothek Zagreb Vorzeichnungen Fischer von Erlachs aus ihrer Graphischen Sammlung. Diese waren Grundlage für dessen "Entwurff einer historischen Architektur", in dem Fischer von Erlach u.a. mit Darstellungen der Weltwunder der Antike und chinesischer Bauten die Architekturgeschichte illustrierte.

(S E R V I C E - "Johann Bernhard Fischer von Erlach (1656-1723) und die Baukunst des europäischen Barock", Hg. von Herbert Karner, Werner Telesko und Sebastian Schütze, Hirmer Verlag, 400 Seiten, 302 Abbildungen in Farbe, 87,40 Euro, ISBN: 978-3-7774-3876-4)

(APA)

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