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Ausstellung macht Fußballgeschichte lebendig

©VN/Roland Paulitsch
Zur Fußball-Europameisterschaft zeigt das "Haus der Geschichte Baden-Württemberg" (HdGBW) unter dem Titel "Das Wunder von Bregenz" eine große Sonderausstellung in der Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses.

Von 7. bis 29. Juni sind bei der “Fankurve Bodensee” des Landes Baden-Württemberg in Bregenz die großen Momente der Fußballgeschichte Österreichs, Deutschlands und der Schweiz in Bild und Ton mitzuerleben und in Originalexponaten zu bewundern.

Den Spielminuten entlang kann sich der Besucher von An- bis Abpfiff durch die Fußballgeschichte begleiten lassen, darunter finden sich so berühmte Matches wie das “Wunder von Cordoba” oder die “Schande von Gijon”, außerdem Ausstellungsstücke und Ausrüstungsgegenstände legendärer Spieler, Schiedsrichter und Trainer. In teilweise mühevoller Recherchearbeit hat das HdGBW-Team rund um Ausstellungsleiterin Paula Lutum-Lenger zahlreiche Schätze zusammengetragen.

In den Vitrinen finden sich etwa die Schienbeinschoner von Toni Polster, Trikots von Herbert Prohaska, die Pfeife der Schweizer Schiedsrichterlegende Gottfried Dienst, der 1966 das berühmte Wembley-Tor anerkannte, der Original-Ball des “Wunders von Bern” aus dem Jahr 1954 und ein Pelé-Trikot samt Autogramm, das der Schweizer Torjäger Fritz Künzli anlässlich eines Freundschaftsspiels 1968 ergatterte.

Ein aus österreichischer Sicht besonderes Stück ist ein Rapid-Trikot von Ernst Happel aus dem Jahr 1956. Das grün-weiße Baumwoll-Shirt aus Familienbesitz hat Enkelin Tina Happel beigesteuert. Die Eurobotschafterin brachte zudem eine von Happels “Belga”-Zigarettenpackungen samt Aschenbecher nach Bregenz mit. Ihre Familie sei nach wie vor mit dem Fußball-Virus infiziert, bekannte sie. Die Euphorie für die EM merke man allerorten. “Morgen mit dem Eröffnungsspiel geht’s dann richtig los”, war die 25-Jährige überzeugt. Ihr Wunsch für die EM sei natürlich, “dass es Österreich so weit wie möglich bringt”.

In der österreichischen Museums-Mannschaft vertreten sind außerdem Friedl Koncilia, Bruno Pezzey, Turl Wagner, Ernst Ocwirk, Hugo Meisl als Vater des “Wunderteams”, Walter Nausch, Matthias Sindelar und Hans Krankl. Mit Film- und Tonmaterial kann man sich direkt in die Atmosphäre und Zuschauerkulisse jener Zeiten versetzen.

Für Thomas Schnabel, den Leiter des HdGBW, lebt Fußball einerseits von der Aktualität, andererseits von legendären Momenten. Er freue sich über den “ersten Auslandsaufenthalt” des Museums und betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus. Staatssekretär Dietrich Birk als Vertreter des Landes Baden-Württemberg erklärte, man hoffe, mit der Schau und der “Fankurve Bodensee” die “Herzen der Menschen” zu erreichen und die interregionale Zusammenarbeit zu stärken.

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