AA

"Außerweltliche Klänge", Drogen und Ekstase: Was ist Goa?

In der ungarischen Gemeinde findet jährlich das Psychedelic Trance Festival O.Z.O.R.A. statt.
In der ungarischen Gemeinde findet jährlich das Psychedelic Trance Festival O.Z.O.R.A. statt. ©Youtube (ravemanik)
Tagelanges Tanzen unter freiem Himmel, exzessiver Drogenkonsum und eine wummernde Bassline: Nach dem Besuch einer nicht genehmigten „Goa Party“ im Bereich der Bludescher Au sorgte ein nackter Partygast für Aufregung.
Goa-Partygast löst Suchaktion aus

Der 22-jährige Flitzer, der unter Drogeneinfluss stand, prallte gegen ein Auto. Trotz der leichten Verletzungen, die sich der Partybesucher bei der Kollision zufügte, setzte er unverzüglich seine Flucht fort. Sein Verschwinden löste eine groß angelegte Suchaktion aus, die Sonntagmittag in einem Hauseingang ihr Ende fand. Der Ausgangspunkt für den “Nacktlauf”- eine illegale “Goa Party” bei der Bludescher Au – wurde von der Exekutive beendet.

Anfänge in den 80er Jahren

Die Musikrichtung Goa, benannt nach ihrem Ursprungsort – dem kleinsten indischen Bundesstaat Goa, einer ehemaligen portugiesischen Kolonie – ist auch als „Psychedelic Trance“ und „Hippie-Trance“ bekannt und entstand Mitte der 80er Jahre. Damals wandten sich DJs immer mehr von Psychedelic Rock und Reggae ab und widmeten sich der elektronischen Musik.

Bassdrum und “außerweltliche Klänge”

In den Anfängen von Goa spielten DJs die eindrücklichsten Passagen der aufgelegten, elektronischen Musik in Wiederholungsschleifen ab. Mit dieser Technik sowie dem Einsatz von einer im Schnitt rund 140 Mal pro Minute wummernden Bassdrum und „außerweltlichen“ Klängen versuchten sie die neurologischen Effekte von LSD musikalisch zu imitieren.

Kreativität und Exzessivität

Zwischen 1993 und 1998 erlebte die Goa-Kultur ihren Höhepunkt an Kreativität und Exzessivität. Damals wie heute erleben manche Besucher nach dem Gebrauch von halluzinogenen Drogen trance- und meditationsähnliche Zustände. Im Zusammenhang mit Goa-Partys werden insbesondere die Drogen LSD, Cannabis, halluzinogene Pilze, Ecstasy und Kokain genannt.

Inspiriert von Hippie-Bewegung

Die Goa-Kultur propagiert eine lebensbejahende Sichtweise, die stark von den Ideen – insbesondere Respekt und Toleranz gegenüber anderen Menschen und der Natur – und Symbolen der Hippie-Bewegung der 60er-Jahre geprägt ist. Beim ekstatischen Tanzen unter freiem Himmel wird versucht sich “aus der Realität wegzutanzen”.

(red.)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • "Außerweltliche Klänge", Drogen und Ekstase: Was ist Goa?
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen