Ausschreibung, Klappe die Zweite

So soll die neue Leichtathletikanlage laut Modell aussehen.
So soll die neue Leichtathletikanlage laut Modell aussehen. ©Marktgemeinde
Der Bau der neuen Sportanlage verzögert sich. Nun wird neu ausgeschrieben.

Lustenau. Im Frühjahr sollten in Lustenau eigentlich die Bagger für die Errichtung der neuen Schulsport- und Leichtathletikanlage im Sportpark auffahren, doch der Baubeginn wird sich verzögern. Der neue Sportpark soll zu einem Begegnungs- und Bewegungszentrum für alle Lustenauer Sportvereine werden. Daraus wird aber noch nichts. „Baubeginn kann frühestens im August oder September dieses Jahres sein, da die Marktgemeinde kommende Woche das Projekt ‚Sportpark Lustenau‘ neu ausschreiben wird“, erklärt der Lustenauer Sportreferent Bernd Bösch.

Grund sei ein Widerruf der Ausschreibung seitens der Marktgemeinde. Von den insgesamt fünf Angeboten der Generalunternehmer schieden zwei aus formalen Gründen aus. Die beiden Angebotsleger im Bereich „Sportanlagenbau“ konnten außerdem nicht alle dafür erforderlichen Zertifikate der Prüfungskommission vorlegen. „Die drei noch verbliebenen Angebote lagen bei den Kosten rund 20 Prozent höher als die von der Marktgemeinde eingeholte Kostenschätzung für einen Generalunternehmer“, erläutert Bösch. Diese liege zwischen 4,5 und 5 Millionen Euro netto für die Gesamtanlage (Sport- und Hochbau). Gesucht wurde ein Generalunternehmer, der die „Schulsport- und Leichtathletikanlage“ nach den Plänen des Vorarlberger Architekturbüros Fab02 (Klas-Lässer) – basierend auf dem Masterplan von Rotzler/Krebs und Hörburger/Kuess am Standort des Sportplatzes beim Gymnasium erstellen wird. Neue Ausschreibung Keiner der Anbieter hat die Prüfung bestanden.

Bei den Angebotsprüfungen stellte sich heraus, dass das jeweils günstigste Angebot aus den beiden ausgeschriebenen Bauteilen – Hochbau und Sportanlagenbau – einzeln jeweils billiger war. So hat man sich dazu entschlossen, die Auftragsvergabe zu splitten. Die Sportanlage wird daher nächste Woche neu ausgeschrieben. „Jetzt werden die Bereiche Hochbau und Sportbau getrennt ausgeschrieben“, sagt Vizebürgermeister Walter Natter. Auch müsse, laut Natter die Schnittstellen zwischen Hochbau und Sportbau neu definiert werden. Durch die Teilung der Ausschreibung erhofft man sich, dass das Bauvorhaben letztendlich günstiger wird und man sich mit zwei Generalunternehmer wieder in Richtung der ursprünglichen Kostenschätzung von 4,5 bis 5 Millionen Euro bewegen wird. Die Veröffentlichung der neuen Ausschreibung im Amtsblatt des Landes Vorarlberg soll noch bis Ende April erfolgen.

Die Angebotsabgabe hat somit bis Ende Mai zu erfolgen. „Eine Empfehlung für die Vergabe durch die prüfenden Büros erfolgt bis zum 18. Juni“, erklärt Natter. Die abschließende Bauprojekt-Vergabe ist für die Lustenauer Gemeindevertretungssitzung am 28. Juni geplant. Voraussichtlicher Baubeginn ist somit August oder September dieses Jahres. Mit der Qualitätssicherung der Arbeiten für den Hochbau wurde gbd ZT GmbH bereits am 20. Mai 2011 (GVO vom 19. Mai 2011) beauftragt. „Eine Inbetriebnahme könnte im September 2013 erfolgen“, hofft Bösch. „Der Vollbetrieb mit Sport-Veranstaltungen könnte dann voraussichtlich im Frühjahr 2014 stattfinden.“

Sportanlage

» 6 Bahnen
» 2 Weitsprunganlagen plus 1 Trainingsanlage
» 1 Naturrasenspielfeld 97 mal 60 Meter Schulsportanlage
» 1 Hammer und Diskuswurf Richtung Naturrasenspielfeld
» 2 Kugelstoßen Richtung Naturrasenspielfeld plus 1 Trainingsanlage
» 2 Stabhochsprunganlage
» 1 Speerwurfanlauf Richtung Naturrasenspielfeld
» 1 Ballspielfeld für Schulsport und Training » Baugelände: zirka 183 x 110 Meter

Text: Bettina Maier

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