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Auslandsösterreicher freuen sich über Briefwahl

Bregenz - Der Auslandsösterreicher-Weltbund (AÖWB) ist erfreut über die Einführung einer echten Briefwahl mit automatischer Zusendung der Wahlkarten.

„Wir gehen davon aus, dass es uns damit gelingen wird, die Wahlbeteiligung der Auslandsösterreicher maßgeblich zu erhöhen“, sagte AÖWB-Präsident Gustav Chlestil am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Bregenz anlässlich des jährlich stattfindenden Ausländertreffens mit rund 500 Teilnehmern (6. bis 9. September).

Mit der Einführung der Briefwahl habe der AÖWB ein lange Jahre avisiertes Ziel erkämpft, so Chlestil. Von den 500.000 im Ausland lebenden Passösterreichern seien etwa 350.000 wahlberechtigt, bei der jüngsten Nationalratswahl hätten sich aber nur 52.000 in die Wählerevidenz eintragen lassen. Eine Wahlkarte angefordert hätten schließlich lediglich 19.000 der Österreicher im Ausland.

„Wenn es einfacher geht, werden auch mehr wählen“, ergänzte dazu AÖWB-Vizepräsident Jürgen Em. Nun liege es an den Auslandsösterreichern, sich eintragen zu lassen und an den Wahlen teilzunehmen. Als weiteres politisches Ziel erneuerte Chlestil die Forderung, mittelfristig eine institutionalisierte Vertretung der Auslandsösterreicher im Parlament zu bekommen.

AÖWB-Vizepräsident Georg Schoiswohl berichtete von einem Projekt, „das für die Zukunft wichtig sein wird“. Unter den Auslandsösterreichern gebe es eine bemerkenswert große Anzahl von Personen, „die es zu etwas gebracht haben“. 500 dieser erfolgreichen Persönlichkeiten wolle man anschreiben und sie anhand eines Fragebogens zu wichtigen österreichischen Problemen Stellung nehmen lassen. Resultate sollen noch bis Jahresende vorliegen.

Als Auslandsösterreicher des Jahres 2007 wird bei der AÖWB-Tagung in Bregenz der gebürtige Burgenländer Eugen Kedl ausgezeichnet, der 1954 nach Kanada ausgewandert ist und dort große Karriere als Fotograf machte. Das von Kedl publizierte Buch „Kanada in 1000 Bildern“ etwa wird in Ottawa bei offiziellen Staatsbesuchen als Gastgeschenk übergeben.

Insgesamt leben rund 500.000 österreichische Staatsbürger im Ausland. Hinzu kommen rund 1,5 Millionen sogenannte „Herzensösterreicher“, die die österreichische Staatsbürgerschaft abgelegt haben oder der zweiten bzw. dritten Generation im Ausland angehören. Der AÖWB, der als Servicestelle und Interessensvertretung fungiert, ist der Dachverband von zirka 185 Einzelvereinigungen. Finanziert wird er vom Bund, den Ländern sowie durch Mitgliedsbeiträge und Sponsoren.

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