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Aushubdeponie im Erlach

Hohenems. Seit einigen Wochen laufen in Hohenems viele Anrainer Sturm. Grund dafür ist eine geplante Aushubdeponie in direkter Nähe eines Wohngebiets. Dabei handelt es sich um ein Bauvorhaben der Fa. Dold, die insgesamt 38 000m³ Aushubmaterial lagern will. Der dafür vorgesehene Baugrund wurde vom Grafen Waldburg-Zeil zur Verfügung gestellt. Schon 2007 wurde in nächster Nähe ein ähnliches Bauvorhaben geplant, welches jedoch nach massiven Protesten der Anrainer von der Fa. Dold auf unbestimmte Zeit zurückgezogen wurde.

2007 wurden die Anrainer mittels einer Kundmachung der BH Dornbirn direkt informiert. Durch die Ensprüche der betroffenen Anwohner konnte das Vorhaben verhindert werden. 2011 wurde jedoch eine andere Vorgehensweise gewählt. Dieses Mal wurde die Beratungsgesellschaft Theseus GesmbH mit der Einreichung betraut, die sich auf diese Thematik spezialisiert hat. Dabei handelt es sich um ein vereinfachtes Verfahren. Bei dieser Vorgehensweise müssen keine Anrainer informiert werden. Lediglich eine Bekanntmachung auf der Amtstafel der Stadt Hohenems genügt, welche in der Hauptferienzeit gemacht wurde. Allerdings ist auf der Homepage der Stadt Hohenems bez. “Kundmachungen der letzten drei Monate” kein diesbezüglicher Eintrag ersichtlich. Dies war auch der Grund, dass keiner der betroffenen Einwohner von diesem Bauvorhaben etwas erfahren hatte und dagegen fristgerecht Einspruch erheben konnte.

Die betroffene Bevölkerung steht nun vor großen Einbußen der Lebensqualität. Neben einer massiv erhöhten Lärmbelästigung durch LKWs, Bagger und anderen Baumaschinen würde die Staubbelastung zunehmen. Außerdem würde ein Gebiet zerstört werden, welches Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere darstellt. Hierbei handelt es sich um ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet der Hohenemser. Der angrenzende Wander- und Erholungsweg wird sehr stark sowohl von Fußgängern als auch von anderen Freizeitsportlern frequentiert.

Ein weiterer Einspruchsgrund der betroffenen Anrainer ist die Tatsache, dass sich seit 2007 sehr viele junge Familien in diesem Gebiet angesiedelt haben. Besonderen Gefahren ausgesetzt wären die schulpflichtigen Kinder, die jeden Tag den Schulbus benützen müssen. Die Haltestelle befindet sich am Zufahrtsweg zur geplanten Deponie. Schützende Zebrastreifen oder Gehsteige fehlen, welche bei einer maximalen (laut Ansuchen) Fahrbahnbelastung von ca. 40 LKWs (80 Fahrten) pro Tag unumgänglich wären. Auch die Straßensituation wäre davon betroffen. Im Gebiet Erlach gibt es laut Aussagen der VEG die schlechtesten Bodenverhältnisse von ganz Hohenems. Der Zufahrtsweg befindet sich bereits vor Inbetriebnahme der Deponie in einem sehr desolaten Zustand. Es wird befürchtet, dass sich die Situation noch dramatisch verschlechtern würde, wenn zusätzliche Schwerverkehrsbelastung dazu kommt.

Überdies besteht seitens der Gemeinde ein Stadtratsbeschluss von 2007: “Die Stadt gibt eine negative Stellungnahme zur Erschließung einer allfälligen Deponie im Erlach über bestehende Gemeindestraßen ab.” Der Bürgermeister versicherte der Bürgerinitiative bei einem persönlichen Gespräch, dass der Stadtratsbeschluss für ihn Geltung hätte. Außerdem verlautete er, dass dieses geplante Projekt der Aushubdeponie der Firma Dold für die Stadt Hohenems keine Vorteile, sondern nur Nachteile wie zum Beispiel höheres Verkehrsaufkommen, stärkere Belastung der Straßen Beschwerden der Anrainer,… bringen würde.

Die betroffenen Einwohner hoffen nun auf eine starke Unterstützung durch die Stadt Hohenems!

Quelle: Bernhard Amann

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