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Außenministerin kürzt sich das Gehalt

Das japanische Außenministerium hat Strafen für Mitarbeiter angekündigt, die Verbindungen zu einem einflussreichen Abgeordneten der Regierungspartei unterhielten.

Außenministerin Yoriko Kawaguchi sprach Maßnahmen – so wurde ein Botschafter entlassen, andere Mitarbeiter erhielten Verwarnungen oder mussten Gehaltskürzungen hinnehmen.

Der Abgeordnete Muneo Suzuki hatte Mitte März die Liberaldemokraten (LDP) verlassen. Eine Untersuchungskommission warf ihm vor, sich in die Arbeit des Außenministeriums eingemischt zu haben. Auch Kawaguchi und zwei ihrer Stellvertreter erlegten sich für einen Monat eine Gehaltskürzung um 20 Prozent auf, weil sie nach eigenen Angaben verantwortlich für die Vorgänge im Ministerium waren.

Die Opposition erklärte, Suzuki habe das Ministerium gedrängt, Bauaufträge für die Kurilen-Inseln an von ihm genannte Firmen zu vergeben. Dies sei zu seinem eigenen Vorteil geschehen. Ein von Kawaguchi eingesetzter Sonderermittler wollte jedoch nicht von Korruption sprechen. Er erklärte, Suzuki habe sich lediglich in die Arbeit des Außenministeriums eingemischt.

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