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Ausbau des Öffentlichen Verkehrs

"Das Verkehrskonzept 2006 bestätigt die grüne Verkehrspolitik in zwei zentralen Punkten", lautet die Stellungnahme des grünen Vizebürgermeisters Gernot Kiermayr zum neuen Verkehrskonzept.

“Erstens sind unsere Verkehrsprobleme hausgemacht und können nicht durch Verlagerung und neue Straßen gelöst werden. Und zweitens liegen die Handlungsspielräume eindeutig beim öffentlichen Verkehr, beim Rad – und beim Fußgängerverkehr.”

Das Verkehrskonzept beschreibt einen ungebrochenen Trend zum Auto, vor allem bei Freizeitwegen. “Dies wird natürlich zu einer Zunahme des Verkehrs führen; bis 2020 werden sowohl auf der Rheinstraße durch Bregenz als auch im Pfändertunnel über 50% mehr Fahrzeuge unterwegs sein als heute. Es liegt auf der Hand, dass neue Straßen diesen Trend eher verstärken werden. Die geplanten ‘Entlastungsstraßen’ werden jedenfalls zu keiner Entlastung führen, weil sie nicht einmal den zusätzlichen Verkehr bis zu ihrer Fertigstellung auffangen können.”

Andererseits sind laut Verkehrskonzept fast die Hälfte aller PKW-Wege in Vorarlberg kürzer als 5 Kilometer und fast 10% kürzer als 1 Kilometer, also durch Radeln bzw. Zufußgehen ersetzbar. “Diese Zahlen zeigen die Verlagerungspotentiale, die durch den konsequenten Ausbau der Rad- und Fußwege möglich sind – wenn eine begleitende Bewusstseinsbildung („Mobilitätsmanagement“) stattfindet”, so Kiermayr.

“Bei den Arbeitswegen gibt es ein großes Verlagerungspotenzial auf Bus und Bahn”, hält der grüne Verkehrspolitiker fest. “Allerdings weist das Verkehrskonzept ausdrücklich darauf hin, dass u. a. im Raum Hard Staus den Busbetrieb behindern und damit weniger attraktiv machen. Hier wird wohl nur ein stauunabhängiges öffentliches Verkehrsmittel wie die von uns vorgeschlagene Ringstraßenbahn Abhilfe schaffen.”

“Die Vorarlberger und damit auch die Bregenzer Verkehrspolitik steht am Scheideweg”, ist Kiermayr überzeugt. “Kein verantwortlicher Politiker kann ernsthaft Entlastungen versprechen und gleichzeitig auf Auto und Straße setzen. Das Ziel des Verkehrskonzepts, den PKW-Anteil in Vorarlberg bis 2015 um 6 Prozentpunkte zu senken, kann nur erreicht werden, wenn die alternativen Verkehrsmittel konsequent gefördert und ausgebaut werden. Das gilt für den dicht besiedelten Raum Bregenz noch viel mehr als für andere Landesteile.”

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