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Aus für Nenzinger Mülldeponie

Für den normalen Haushalt im Vorarlberger Oberland wird sich nichts ändern: Pünktlich nach Müllabfuhrplan wird der Restmüll vor der Haustüre eingesammelt und weiter ins Böschistobel nach Nenzing transportiert.

Während dort der Restmüll in den vergangenen zwanzig Jahren – jährlich 25.0000 bis 30.000 Tonnen – deponiert wurde, ist damit mit Ende dieses Jahres Schluss. „Gesetzlich hätten wir die Deponie noch bis Ende 2008 betreiben können, die Bundesabgaben sind künftig aber so hoch, dass dies unwirtschaftlich wäre“, erläutert Geschäftsführer Jürgen Ritter von der Betreiberfirma Ammann-Bau. Um die Deponie weiterhin nutzen zu können, wurde nach Absprache mit Umweltverband und Land ein entsprechendes Projekt eingereicht: Der Müll aus 49 Vorarlberger Gemeinden zwischen Satteins und Partenen wird weiterhin in Böschistobel gesammelt und dort in Großcontainer umgeladen. In Folge wird der Abfall nach Lustenau transportiert und von der Firma Häusle nochmals verwertet. Der Restmüll wird schließlich in eine Müllverbrennungsanlage in die Schweiz gebracht. Hausmüll aus dem Großraum Feldkirch-Rankweil, der bislang ebenfalls im Böschistobel landete, wird künftig direkt nach Lustenau transportiert – deshalb reduziert sich die Müllmenge am Böschistobel laut Ritter um zwei Drittel auf geschätzte 7000 bis 8000 Tonnen pro Jahr.

Zehn Fahrten pro Tag

Deswegen verspricht Ritter den Anrainern auch, dass sich der Schwerverkehr künftig verringern wird. „Zum normalen Müll-Zubringerdienst verkehren künftig täglich zusätzlich rund fünf Container-Lkw Richtung Lustenau. Durch die Direktfahrten vom Großraum Feldkirch aus, sinkt die Gesamtzahl der Lkw-Fahrten allerdings deutlich“, so Ritter. Kritik gibt es allerdings von den Nenzinger Grünen: sie fordern ein umweltverträgliches Logistikkonzept und die Verlandung der Container auf die Bahn. „Langfristig werden sehr wohl Überlegungen angestellt, den Müll auf Schiene zu bringen“, kontert Ritter.

Die alte Mülldeponie wird spätestens in ein paar Jahren äußerlich kaum mehr sichtbar sein. Denn die vorhandenen Müllberge werden mit Erde bedeckt und begrünt.

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