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Aus für Velonummer

Ein Liechtensteiner "Fahrradpickerl" (Velonummer)
Ein Liechtensteiner "Fahrradpickerl" (Velonummer) ©Manfred Bauer
Vaduz/St. Gallen – Mit dem 31. Dezember 2011 wurden die über 100 Jahre lang vorgeschriebenen „Velonummern“ abgeschafft.
Velonummer

Jeder der in der Schweiz oder in Liechtenstein ein Fahrrad sein eigen nannte, musste bis zum Endes des vergangenen Jahres bei der Gemeinde eine Velonummer „lösen“. Der Preis lag zuletzt bei rund fünf Euro. Dafür erhielt der Radler ein Pickerl, welches auf einem am Fahrrad montierten Blechtäfelchen aufgeklebt werden musste. Lange Zeit wurde auch ein „Fahrrad Ausweis“ ausgegeben und das Velo musste alljährlich dem Gemeindepolizisten zur Feststellung der Verkehrstauglichkeit vorgeführt werden. Seit dem 1. Jänner 2012 ist dieses komplizierte und aufwendige System abgeschafft, die Schweizer und Liechtensteiner Haftpflichtversicherungen haben gemeinsam den Versicherungsschutz für die Radfahrer übernommen.

Triptik

In den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mussten Radfahrer, welche von Vorarlberg aus nach Liechtenstein oder in die Schweiz fahren wollten, bei einem Radfahrerclub wie dem „Arbeiter-Radfahrer-Bund Österreich“ Mitglied sein. Nur dort konnten sie nämlich eine Triptik „lösen“, die beim Grenzübertritt in die Schweiz oder Liechtenstein verlangt wurden. In beiden Staaten war bis 2011 eine Fahrrad-Haftpflicht-Versicherung obligatorisch. Mit einer Triptik, quasi einem Versicherungsschutz, wurde für Ausländer damals eine Ausnahme geschaffen. In verschiedenen Ländern wird noch heute eine Triptik für Kraftfahrzeuge als Berechtigung zum einmaligen Grenzübertritt ausgegeben.

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