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Aus für die „Liebesschlösser“

Bis Dienstag zierten etwa 200 ,,Liebesschlösser" die Fahrradbrücke über die Bregenzerach.
Bis Dienstag zierten etwa 200 ,,Liebesschlösser" die Fahrradbrücke über die Bregenzerach. ©G. Baur
Radbrücke über die Ache ohne Liebesschlösser

Die bereits 200 „Liebesschlösser“, die an der Fahrradbrücke über die Bregenzerach zwischen Bregenz und Hard montiert waren, sind entfernt worden. Die Stadt Bregenz und die Marktgemeinde Hard mussten reagieren, weil Unbekannte mit diesen Schlössern das Chromstahlnetz der Brücke beschädigt hatten.

 

„Uns hätten die Schlösser nicht gestört“, berichtet Ing. Christian Freuis vom Amt der Stadt. „Wir haben öfter darüber gesprochen, als die ersten angebracht worden sind. Das hat ja keinen Schaden angerichtet.“ Liebespaare haben mit beschrifteten Schlössern bereits an zahlreichen Brücken der Welt ihre „ewige Treue“ bekundet. Der Schlüssel wird zur Besiegelung jeweils ins Wasser geworfen. Besonders bekannt für diese Initiative ist die „Liebesbrücke“ in Köln, die Hohenzollernbrücke. Ihr Geländer ist hinter einem Wald unzähliger Markschlösser kaum mehr auszumachen.

Chromstahlnetz beschädigt

Die bisher etwa 200 montierten Schlösser selbst haben an der im Frühjahr 2011 eröffneten Brücke keinen Schaden angerichtet. Allerdings gab es in jüngster Zeit etliche Beschädigungen durch rohe Gewalt. Wird ein am Chromstahlnetz der Brücke befestigtes Schloss mit Kraft verdreht, so reißt irgendwann das Netz. „Wir können das zwar reparieren, aber der Aufwand wurde immer größer“, berichtet Ing. Freuis. „Anfangs habe ich fünf, sechs solcher Löcher gezählt, dann waren es bereits etwa 15.“

Wird das Chromstahlnetz so stark verdreht, reißt es und spleißt auf, es stehen die feinen Drähte hervor. „Das kann etwa für Kinder gefährlich sein, die dem Geländer zu nahe kommen. Und wenn auf kleinem Raum zu viele solcher Löcher aufreißen, leidet natürlich auch die Sicherheit. Eine Absturzgefahr mussten wir auf jeden Fall vermeiden.”

Keine Täter ausgeforscht

Wer für die Beschädigungen verantwortlich ist, ließ sich nicht feststellen. „Das kann eine einzelne Person sein, es können mehrere sein. Vielleicht sind es sogar Paare, die nach Ende der Beziehung das Schloss mit Brachialgewalt entfernen.

„Weil die Schäden überhand genommen haben, mussten wir reagieren. Wir werden die Brücke im Auge behalten und auch neu angebrachte Markschlösser gleich wieder durch den Bauhof entfernen lassen.“ Das freut die Verantwortlichen zwar nicht, gegen Vandalismus wirkt aber offenbar kein anderes Mittel.

Bregenz und Hard hoffen, dass die Treueschwüre der Verliebten trotz der entsorgten Liebesschlösser halten werden . . .

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