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Aus der Tiefe des Raumes und der Zeit

Bürgermeister Markus Linhart mit der Hauptperson, dem Stadtarchivar Thomas Klagian.
Bürgermeister Markus Linhart mit der Hauptperson, dem Stadtarchivar Thomas Klagian. ©Franz Steiner
Stadtarchivar Thomas Klagian präsentiert Geschichte der Stadt Bregenz.

Das neueste Werk aus der Feder des Bregenzer Stadtarchivars, Thomas Klagian, beschäftigt sich mit der Stadtentwicklung von Bregenz und ist rechtzeitig vor Weihnachten um 22 Euro wohlfeil. Auf 154 Seiten spannt es einen Bogen von der Bronzezeit bis heute. „Aus der Tiefe des Raumes und der Zeit“ betitelte sich eine Ausstellung, die bis Ende Oktober im Martinsturm zu sehen war und in der es um den Raum – dem von der Natur vorgegebenen Raum – und die Zeit – also die Geschichte der Stadt ging. „Die Anfänge menschlicher Niederlassung verlieren sich im Dunkel vorgeschichtlicher Epochen.

1500 vor Christus

Die ältesten Funde aus dem Bregenzer Raum weisen in die Zeit um 1500 vor Christus (in die mittlere Bronzezeit) zurück. Sie stammen aus dem Bereich der heutigen Kennelbacherstraße. Um 400 vor Christus wanderten die Kelten in den Norden Vorarlbergs ein. Sie nannten ihren Hauptort Brigantion, was ,die Höhe‘ oder ,die Emporragende‘ bedeutet“ – mit diesen Worten beginnt das Buch, welches dem Werden von Bregenz gewidmet ist: der Etablierung des Kornmarktes, dem Bau der Eisenbahn, der Industrialisierung, dem Fremdenverkehr und der Zuwanderung, die bereits mit der Niederlassung der Römer und später der Alemannen begonnen hat und längst nicht abgeschlossen ist. „Anschaulich, verständlich und nachvollziehbar. Anschaulich im wahrsten Sinne des Wortes“, so beschrieb Thomas Klagian das Buch bei seiner Präsentation im Raiffeisenhaus am Kornmarkt. Und wer wollte, konnte sich gleich anschließend davon überzeugen, wie anschaulich das Werk gestaltet ist: Reich bebildert mit Fotografien, Karten und Plänen, auf die Thomas Klagian im Stadtarchiv – „meinem Vorgänger Emmerich Gmeiner sei Dank“ – zurückgreifen konnte.

Großes Interesse an Historie

Jener Emmerich Gmeiner war nur einer von zahlreichen Gästen, die sich zur Buchpräsentation eingefunden hatten – und nicht der einzige Prominente in der Runde, der bereits den wohlverdienten Ruhestand genießt: Der ehemalige Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent lauschte den Worten Klagians ebenso, wie Alt-Landesrat Hans-Peter Bischof oder Prälat Anton Bereuter, der sich nach seinem Abschied von der Pfarre St. Gallus zurzeit eine gemütliche Wohnung in der Riedergasse einrichtet. Auch Albert Skala, einst Vizebürgermeister von Bregenz, zählt heute schon zu den Altherren von Bregenz, ebenso wie Mandy Strasser, dessen kleines Gastro-Imperium Legende ist. Zwar nicht mehr jugendlich, aber immer noch sehr aktiv der Bregenzer Anwalt und Politiker Dr. Hubert Kinz, die Grande Dame der „Grünen“ Hildegard Breiner oder der „Kleine Landfotograf aus Lochau“ Dietmar Wanko. Fast noch zur Jugend zählt da noch Kultur-Stadträtin Judith Reichart, Kultur-Guru Thomas Schiretz und, last but not least der Hausherr Prokurist Gerhard Sieber. Bürgermeister Markus Linhart dankte diesem dafür, dass „wir Gast (in der Bankfiliale) sein dürfen“, ehe der Ansturm auf die Bücher einsetzte.

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