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Aus dem Zauberreich der Pflanzen

Wolf-Dieter Storl (li) zu Gast bei Michael Hinterauer.
Wolf-Dieter Storl (li) zu Gast bei Michael Hinterauer. ©Brigitta Wiesner
Wolf-Dieter Storl zu Gast im Stübner Kräutergarten

Dornbirn. Wolf-Dieter Storl zu Gast im Stübner Kräutergarten.

Wer sich mit dem Thema Heilkräuter befasst, der stößt immer wieder auf den Namen Wolf-Dieter Storl. Der “Schamane aus dem Allgäu”, wie man ihn auch nennt, ist Kulturanthropologe, Ethnobotaniker und bekannter Buchautor.

Am vergangenen Samstag war er zu Gast bei Michael Hinterauer. An die 20 Kräuterbegeisterte führte Wolf-Dieter Storl durch den Stübner Kräutergarten und damit in das Zauberreich heimischer Kräuter ein. “Es ist dies ein Geschenk der Freundschaft, der Familie Storl” freute sich Hinterauer nicht nur über den Besuch seines begehrten und bekannten Gastes, sondern auch über das große Echo der Anmeldungen. Wer sich die Zeit nahm für diesen Tag, der erlebte im wunderbaren Ambiente des Kräutergartens eine Welt der Mythen, Märchen und Informationen zu allerlei Pflanzen.

“Der Rotdorn, lateinisch Crataegus ist eine wertvolle Pflanze für das Herz” erzählte Storl und spann den Bogen zum Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot. “Der Hirschkolbensumach wächst zu einem schönen Bäumchen mit orangefarbenen Beeren” präsentierte er eine eher unscheinbare Jungpflanze und erzählte von seinem Wissen der Indianer, die die Beerenkolben der Pflanze als wertvolle Vitamin-C Quelle nutzen. Von Magie und Märchen erzählt auch der Holunderbaum erfuhren die Teilnehmer. “Wenn man unter einem Holunderbaum meditiert, dann zieht er hinunter ins “Hollenreich” erzählt Storl und nebenbei auch dass Holunderbeeren eine antivirale Wirkung haben. “Auf jedem Schritt in der Natur kann man von den Pflanzen, die uns ansprechen, etwas erzählen” so Storl. So dauert eine Kräuterwanderung des öfteren ein paar Stunden, der bezwungene Weg jedoch nur ein paar wenige Meter, wie er erzählte. Auf die Frage nach seiner Lieblingspflanze schmunzelt der Buchautor. “Ach, das sind deren viele!” und verrät doch, dass Gundermann und Beifuss zu seinen ganz besonderen Freunden zählen.

Seine Bücher zu den verschiedensten Themen sind zahlreich. “Fünfundzwanzig bis dreißig Bücher werden es schon sein” lachte der Schamane und begab sich achtsam daran mit seinem Hirschgeweih eine Pflanze auszugraben. “Ich habe seine Bücher gelesen und wollte ihn kennen lernen” verriet Hanno, warum er an diesem Tag mit dabei war. “Er spricht die Seele der Pflanze an und Unkräuter, die andere wegwerfen sind für ihn wertvolle Pflanzen” so Hanno.

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