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August im Ländle deutlich zu warm - Dornbirn als "Regenhauptstadt" Österreichs

Dornbirn: Stadt mit höchstem Niederschlag in Österreich.
Dornbirn: Stadt mit höchstem Niederschlag in Österreich. ©VOL.AT/Roland Vlach
In Vorarlberg fällt der Monat August um bis zu 1,4 Grad wärmer als im langjährigen Durschnitt aus. Die "Regenhaupstadt" Österreichs ist Dornbirn - mit 256 Litern pro Quadratmeter.
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“Nassen Sommer kann auch der Herbst nicht trocknen”, lautet eine Bauernregel. Zumindest der August hat in Vorarlberg wettermäßig einiges wieder gut gemacht, wurde das Ländle in den vorangegangenen Sommer-Wochen doch nicht gerade mit Sonnenschein verwöhnt.

Im Westen war es heiß

Die Temperaturbilanz für Österreich fällt jedenfalls zwiegespalten aus: Ein deutlich zu warmer Westen steht einer durchschnittlichen Osthälfte gegenüber. “In Vorarlberg, im Tiroler Oberland und im Außerfern fällt der Monat um bis zu 1,4 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt aus”, sagt UBIMET-Meteorologe Josef Lukas. “Von Kärnten über die Steiermark bis ins östliche Flachland gibt es hingegen teils sogar leicht negative Abweichungen. Die sommerlichen Temperaturen in den letzten beiden Augusttagen werden letztendlich aber für eine durchwegs ausgeglichene Bilanz sorgen.” Der Monatshöchstwerte wurde mit 33,1 Grad am 26. in Imst gemessen, knapp am Frost schrammte hingegen am 12. des Monats St. Jakob im Defereggen in Osttirol bei nur +1,0 Grad vorbei.

Ubimet
Ubimet ©Ubimet

Wie bereits im Juni und Juli gab es auch im August speziell im Bergland zahlreiche und mitunter heftige Regenschauer und Gewitter. Am relativ nassesten fällt der Monat diesmal in Kärnten, der Steiermark, im Süden Salzburgs und im südöstlichen Niederösterreich aus. “In Teilen Unterkärntens und im Oberen Murtal kam verbreitet um 50 bis 80 Prozent mehr Regen als üblich zusammen”, so Lukas. Österreichweit gesehen am nassesten war es am Loiblpass mit 284 Liter pro Quadratmeter, aber auch St. Ändra im Lavanttal sticht mit 218 Liter pro Quadratmeter deutlich hervor. Die Stadt mit den meisten gemessenen Niederschlägen in Österreich war Dornbirn: Hier gingen 256 Liter pro Quadratmeter nieder.

Sonnenscheindauer im Mittel

Die Sonnenscheindauer entspricht entlang und nördlich der Alpen häufig den langjährigen Durchschnittswerten. Einen Sonnenüberschuss von bis zu 10 Prozent verzeichnen hingegen Teile des Rheintals und die Steiermark sowie trotz des nassen Verlaufs Kärnten. Mit 270 Sonnenstunden in Mörbisch liegt der sonnigste Ort einmal mehr im Burgenland.

195.000 Blitzentladungen

Im abgelaufenen Monat registrierte das Blitzortungssystem von UBIMET insgesamt rund 195.000 Blitze. Besonders blitzintensiv waren dabei der 15. mit rund 53.000 und der 29. mit circa 46.000 Entladungen. “Insgesamt wurden die meisten Blitze in der Steiermark gemessen“, sagt Lukas. “Alleine am 29. waren es hier mehr als 23.000.“ Diese Gewitter gingen zudem häufig mit Starkregen, Hagel sowie vereinzelt mit Sturmböen einher. Speziell in der Steiermark und im Burgenland verursachte Hagel am 15. des Monats Millionenschäden in der Landwirtschaft.

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