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Augmented Reality zum Ausprobieren

Zukunftsweisende Technologien sind in der Industrie 4.0 auf dem Vormarsch. Die Idee, diese Art der Visualisierung auch bei Liebherr zu nutzen, entstand bei der Vorbereitung auf die BAUMA München 2019, der weltgrößten Baumaschinenmesse.
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„Das Ziel war, mithilfe von Augmented Reality (AR) einen ganz neuen Weg der Produktpräsentation zu gehen und den Messebesuch zum Erlebnis zu machen“, sagt Wolfgang Pfister, Head of Strategic Marketing and Communications von Liebherr. Wie das gelang, erklärt der Experte im Interview.

Wie funktioniert die „Liebherr AR Experience“-App?

Die App kann kostenlos auf Handys oder Tablets geladen werden. Mithilfe von AR werden digitale 3D-Daten in die reale Umgebung projiziert. Drei unterschiedliche virtuelle Baustellen lassen sich auf allen horizontalen Flächen verankern und aus jedem nur vorstellbaren Blickwinkel betrachten. Pro Baustelle sind mehrere Szenen abspielbar, die dann wie ein dreidimensionaler Film ablaufen. Das Entdecken der kompletten Produktpalette mit den Themen Materialumschlag, Heben und Spezialtiefbau wird zum Erlebnis und lässt sich immer wieder aus anderen Perspektiven wiederholen. Technologien können auf völlig neue Art erlebt werden und schwierige, komplexe Aufgaben werden einfach und verständlich dargestellt und erklärt. Neben den Maschinen stehen auch einige Assistenzsysteme und digitale Lösungen im Fokus.

Mithilfe der App können Interessierte also direkt in die Welt der Baubranche eintauchen, wie werden die virtuellen Besichtigungen angenommen?

Das Feedback ist durchwegs sehr positiv und die Zielgruppe, die wir damit erreichen, ist riesig. Egal ob Kundschaft, Mitarbeitende, Kinder, Liebherr-Fans, oder Studierende – jeder, der an Technik interessiert ist, lässt sich für eine technische Präsentation begeistern. Die einzige Voraussetzung, um die App nutzen zu können, ist ein AR-fähiges Endgerät.

Welchen Mehrwert bietet die AR-App beim Anwerben neuer Mitarbeiter(innen)?

Vor den Covid-bedingten Einschränkungen setzten wir die „Liebherr AR Experience“ bei unzähligen Jobmessen in ganz Österreich ein. Potenziellen neuen Mitarbeiter(inne)n kann veranschaulicht werden, an welchen Lösungen wir bei Liebherr in Nenzing arbeiten.
Unsere Baumaschinen sind hoch technische Meisterwerke, an denen sie in Zukunft mitentwickeln sollen. Wir sind immer auf der Suche nach gut ausgebildeten, technisch affinen und motivierten Mitarbeiter(inne)n. Doch die Nachfrage nach solchen Talenten ist sehr groß. Wenn Liebherr auf Jobmessen mit Hilfe von AR einen bleibenden Eindruck hinterlässt, dann haben wir unsere Aufgabe gut gemacht.

Für welche Aufgaben könnte AR zukünftig noch nützlich sein? Sind schon weitere Projekte geplant?

Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig, denn es lassen sich Dinge sichtbar machen, die dem Auge in Wirklichkeit verborgen bleiben. Reale Objekte können mit zusätzlichen Infos angereichert, erweitert oder gar komplett überlagert werden. Allerdings sind solche Projekte auch sehr zeitaufwendig. Wir haben aus unserer „Liebherr AR Experience“ sehr viel gelernt und sehen gerade für den Kundendienst großes Potenzial. Ein aktuelles Beispiel ist die Einführung einer neuartigen Remote-Service-App für Montagearbeiten: Damit ist es Monteur(inn)en möglich, jeden Arbeitsschritt live zu begleiten, ohne persönlich vor Ort zu sein. Aber auch bei diversen anderen Themen spielen wir mit dem Gedanken, zukünftig auf AR zurückzugreifen.

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