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„Aufrüttelnde Fotos des Klimawandels“

Vom 21. November bis 11. Dezember ist im öffentlichen Raum in Dornbirn eine eindrucksvolle Ausstellung zu sehen.

Die Folgen der weltweiten Klimakrise sind bekannt: Schmelzende Pole, steigender Meeresspiegel, Artensterben, Stürme und Überschwemmungen. Doch all das passiert weit weg. Oder nicht? Der Klimawandel hat uns längst erfasst. Auch in Vorarlberg sind die zunehmenden Auswirkungen des Temperaturanstiegs zu beobachten und zu spüren. Extremwetterereignisse nehmen zu. Die Winter werden kürzen, die Sommer heißer, lange Trockenperioden und starke Niederschläge werden immer häufiger. Auch diesen Sommer wieder.

Rekordniederschläge führten im August zu zahlreichen Überflutungen von Ortsteilen und Straßen, auch Muren gingen nieder. Ein wichtiger Abschnitt der Rheintalautobahn (A14) war stundenlang gesperrt, was den Verkehr im unteren Rheintal zum Erliegen brachte. Hatten Vorarlbergs Fließgewässer aufgrund einer wochenlangen Trockenheit Niederwasser geführt, so verwandelten sie sich in reißende Flüsse und Bäche. Der Verein KlimaVOR! will gemeinsam mit dem Camera Club Sparkasse Bregenz und den Naturfreunden Dornbirn an diese Ereignisse im Sommer 2022 erinnern und zum Handeln für den Klimaschutz aufrufen.

LED-Screens in Dornbirn

Vom 21. November bis 11. Dezember sind die eindrucksvollen Fotos im öffentlichen Raum auf drei Dornbirner LED-Screens zu sehen. Aus mehr als 150 Einsendungen wurden 10 Fotos ausgewählt. Sie sind ein einzigartiges Dokument ­einer Zeitenwende.

„Es ist fünf vor zwölf und wir können es mit unseren eigenen Augen sehen, wenn wir sie nur aufmachen. Wir müssen jetzt etwas tun und unsere Emissionen reduzieren. Jede und jeder kann einen Beitrag leisten“, ist Evelyne Spöttl vom Verein KlimaVOR! überzeugt. Die Fotos von Harald Pichler, Wilfried Schneider, Heinrich Spöttl und Roman Voppichler sind auf den LED-Screens beim Rathaus, am Schwefel und bei der Messe sowie auf dem Bildschirm bei der Bushaltestelle Rathaus Dornbirn zu sehen.

„Aufmerksam machen“

„Wir wollen mit künstlerisch anspruchsvollen Bildern auf die durchaus bekannten negativen Folgen der Klimakrise aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen“, so Spöttl.

Österreicher für mehr Klimaschutz

Dass die österreichische Bevölkerung durchaus mehr Fortschritt wünscht, zeigt erneut eine aktuelle Umfrage. Die Klimakrise ist für eine breite Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher ein bedeutsames Thema. 74 Prozent der Befragten für die „Klimastudie 2022“ des Marktforschungsinstituts Integral im Auftrag von Greenpeace und der ORF-Initiative „Mutter Erde“ waren der entsprechenden Ansicht. 86 Prozent unterstützten Maßnahmen gegen die Krise.  So unterstützten drei von fünf Befragten verpflichtende Energiesparmaßnahmen. Zwei Drittel befürworteten die Umgestaltung des Steuersystems, so dass klimafreundliches Verhalten belohnt wird. Nur mehr vier Prozent würde sich freiwillig für eine neue Gasheizung entscheiden. Dagegen begrüßte der Großteil den Ausbau von Photovoltaik- und Windstromanlagen mit 91 bzw. 81 Prozent. Obwohl das Interesse an Klimathemen grundsätzlich hoch ist, fühlen sich viele Menschen nicht ausreichend informiert. 58 Prozent gaben an nicht zu wissen, welche Klimaschutzmaßnahmen in Österreich gesetzt werden.

Zitat: „Es ist fünf vor zwölf. Wir müssen jetzt etwas tun und unsere Emissionen reduzieren.“ Evelyne Spöttl, Verein KlimaVOR!

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