AA

Aufregung um Hitlergruß-Kennzeichen von FPÖ-Gemeinderat

FPÖ-Gemeinderat verwendet Kennzeichen mit Nazi-Code "88 HH".
FPÖ-Gemeinderat verwendet Kennzeichen mit Nazi-Code "88 HH". ©BB (Themenbild)
Ein FPÖ-Gemeinderat aus dem Salzkammergut verwendet das zweifach anrüchige Kennzeichen "GM - 88 HH".

Das berichteten die “Oberösterreichischen Nachrichten” (OÖN). In der Neonazi-Szene stehen beide Kombinationen für “Heil Hitler”. Von dieser Symbolik will der Politiker nichts gewusst haben. “Ich habe mit Nazis nichts am Hut”, sagte er am Mittwoch im APA-Gespräch.

Nazi-Codes auf Autokennzeichen seit 2015 verboten

Seit Juli 2015 sind bestimmte Kombinationen auf Autokennzeichen verboten, darunter “NSDAP”, “HH” für “Heil Hitler” bzw. der Zifferncode für “HH”, 88. Neben rechtsextremen Inhalten sind auch Abkürzungen wie “IS” oder “ISIS”, die sich auf die Terrororganisation “Islamischer Staat” beziehen, nicht erlaubt. Ein Algorithmus verhindert die Erstellung derartiger Kombinationen. Bereits zuvor ausgegebene Kennzeichen dürfen jedoch weiterhin verwendet werden.

Besitzer will Bedeutung von “88 HH” nicht gekannt haben

Der Gemeinderat besitzt das Kennzeichen, das kein Wunschkennzeichen ist, bereits seit 1995. Niemand habe ihn seitdem auf die bedeutungsschwere Buchstabenkombination aufmerksam gemacht, auch nicht bei einem Besuch in Mauthausen, sagte er gegenüber der APA. Auch selbst sei ihm die Kombination nicht aufgefallen, obwohl er Geschichte studierte und sich hobbymäßig mit Militärgeschichte beschäftigt.

Sollte die Bezirkshauptmannschaft sein Kennzeichen einziehen, habe er kein Problem damit, freiwillig werde er es jedoch “zu Fleiß” nicht abgeben, da er “andere Prioritäten” habe, so der FPÖ-Mann, der als Oberstleutnant beim Bundesheer zahlreiche Auslandseinsätze absolviert hat und auch einige Jahre mit einer Israelin liiert war. (APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Politik
  • Aufregung um Hitlergruß-Kennzeichen von FPÖ-Gemeinderat
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen