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Aufräumen nach dem Stadtfest

Die Seeanlagen leiden unter dem Stadtfest, wie sich Stadträtin Ingrid Hopfner vor Ort überzeugen konnte.
Die Seeanlagen leiden unter dem Stadtfest, wie sich Stadträtin Ingrid Hopfner vor Ort überzeugen konnte. ©Franz Steiner

Nach dem Stadtfest ist die Stadtgärtnerei in Bregenz am Zug.

BREGENZ. Das Bregenzer Seefest sieht Stadtgärtner Jürgen Kiesenebner mit einem lachenden und einem weinenden Auge: “Das Stadtfest ist nicht nur ein wichtiger Impuls für den Tourismus, sondern auch ein Fest für die Bevölkerung der Stadt”, sieht er die positive Seite. Die Negative: “Weder von Seiten der Wirte, noch von den Besuchern wird Rücksicht auf die Seeanlagen genommen.” Dabei denkt er nicht nur an jene Besucher, die Blumenbeete mit einem Urinal verwechseln und die liebevolle Arbeit der Stadtgärtnerei im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen treten, sondern auch an die Wirte, die während der Aufbauzeit und beim Abbauen nicht auf das empfindliche Grün der Seeanlagen achten. Mit den Stellböden wird der Rasen niedergedrückt. “Viele Schäden ließen sich vermeiden, würde mit mehr Sorgfalt gearbeitet werden.”

150 Arbeitsstunden

Schon während des Stadtfestes sind täglich drei bis vier Mitarbeiter der Stadtgärtnerei am Festplatz anwesend, um kleinere Schäden zu beseitigen, den weggeworfenen Müll zu entfernen, denn am nächsten Morgen sollen sich die Seeanlagen den Besuchern wieder in voller Pracht präsentieren. “Rund 150 Arbeitsstunden fallen während dieser vier Tage an, die wir nicht an die WIGEM weiterverrechnen”, wie Jürgen Kiesenebner erklärt. Und mindestens weitere 150 bis 200 Arbeitsstunden sind notwendig, um nach dem Stadtfest das gewohnte Bild der Seeanlagen wieder herstellen zu können.

“Mehr Rücksichtnahme”

“Ich bin absolut für das Stadtfest”, so Kiesenebner, “aber ein wenig mehr Rücksichtnahme würde uns viel Arbeit und dem Steuerzahler viel Geld ersparen”. Die WIGEM zahlt für die Arbeit der Stadtgärtnerei eine Pauschale von 2000 Euro – damit sind nicht einmal die Kosten für zerstörte Blumenbeet, gedeckt, geschweige denn der Arbeitsaufwand, der nicht in Rechung gestellt wird. FST

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