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Aufbruchsstimmung in der Stadt

Die vitale Entwicklung der Bludenzer Innenstadt findet bei Bürgermeister Mandi Katzenmayer großen Gefallen. Der Stadtchef freut sich, dass das „Juwel Altstadt“ im kommenden Jahr erstmals seit Langem wieder baustellenfrei sein wird.
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Wer sich eine baustellenfreie Bludenzer Altstadt vorstellen will, muss sich schon einige Jahre zurückerinnern. Im Frühjahr 2019 ist es dann aber s weit, die Bauarbeiten in der Kernzone werden nach dem langen Baggern und Bauen abgeschlossen sein. Die Bludenzer Innenstadt hat in der Vergangenheit eine sehr vitale Entwicklung gezeigt. Von der Stadt wurden in dieser Zeit nicht nur die Straßen und Gassen erneuert, sondern auch mehrere Gebäude durch private Investoren saniert und neuen Nutzungen zugeführt.

Herr Bürgermeister, wieso wurde in den letzten Jahren auf einmal in der Bludenzer Innenstadt so viel gebaut?
Katzenmayer: Das hat für mich mehrere Gründe. Zum einen ist der Trend, sämtliche noch verfügbaren Grünflächen neu zu bebauen, vorbei. Man bekennt sich landauf, landab zu den Innenstädten. Und da hat Bludenz ganz klar die Nase vorn. Wir haben eine der schönsten mittelalterlichen Innenstädte in Westösterreich. Unsere Fußgängerzone ist ein absolutes Juwel. Auch wenn wir es im Alltag nicht immer so vor Augen haben.

Wie ist das zu verstehen?
Katzenmayer: Na, ja, der Bludenzer geht täglich in sein Wohnzimmer – in die Innenstadt. Da fällt einem manches nicht mehr so auf. Erst die Bauvorhaben, die die Stadt im Bereich der Straßenoberflächen und der Innenstadtgestaltung bzw. der Innenstadtbeleuchtung durchgeführt hat, und die zahlreichen Bauprojekte privater Investoren haben uns wieder wachgerüttelt. Das Tschofen und natürlich auch das Stadthaus von Getzner – um nur zwei Beispiele zu nennen – sind absolute Vorzeigeprojekte geworden. Die vorhandene innenstädtische Architektur in Verbindung zu bringen mit dem modernen Stadtleben, ist dort optimal umgesetzt worden.

Glauben Sie, dass dieser Trend weiter anhalten wird?
Katzenmayer: Ich hoffe es natürlich sehr. Investitionen schaffen Nachfrage und Nachfrage schafft wiederum weitere Investitionsmöglichkeiten. Mit dem neuen Kronenhaus und anderen Bauprojekten ist das gut erkennbar. Zahlreiche feine und kleine Läden haben sich in der Innenstadt angesiedelt, die Bludenzer Gastroszene hat sich in den letzten Jahren stark zum Positiven gewandelt. Wir werden das auch im kommenden Jahr, wenn wir dann nach einigen Jahren in der Innenstadt hoffentlich wieder einmal baustellenfrei sind, mit einem Stadtfest würdigen und feiern.

Mit dem Baubeginn an der Bludenzer Kunstrodelbahn ist auch für Sie ein Langzeitwunsch in Erfüllung gegangen.
Katzenmayer: Ja, das stimmt. Das Rodelbahnprojekt wird jetzt Wirklichkeit. Ich freue mich schon, wenn wir hoffentlich zu Beginn der Wintersaison 2019/20 die Bahn in Betrieb nehmen können. Die Vorbereitungszeit war lang. Natürlich ist bei so einem nicht alltäglichen Projekt die Finanzierung immer ein großes Thema. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich Positives von der Baustelle und vom Baufortschritt höre. Ich bin überzeugt, dass uns aber auch dieses Bauvorhaben einen zusätzlichen Nutzen in Bludenz bringen wird.

Wie ist das aufzufassen?
Katzenmayer: Neben der Rodelnachwuchselite wird es ein touristisches Angebot geben. Selbst ein Sommerrodeln auf Rollen wird möglich sein. Es ist also durchaus eine Ganzjahresnutzung angedacht. Wir leben in einer Tourismusregion, deshalb ist jedes gute Freizeitangebot auch ein Tourismusangebot. Zudem prüfen wir, ob in Hinterplärsch ein Eislaufplatz realisiert werden könnte.

Die Stadt Bludenz hat einige Pflichtaufgaben zu erfüllen. Was sind denn die nächsten wichtigen Projekte?
Katzenmayer: Dazu zählt vor allem der große Bereich der Kinderbetreuung und der Bildungseinrichtungen. Wir haben im heurigen Jahr zwei Kleinkinderbetreuungseinrichtungen – die Stadtwichtel und die Bienenwabe – eröffnet. In Bings hat die Stadt jetzt erstmals auch eine Spielgruppe in Angriff genommen. Das alles sind Angebote, die gerade für junge Familien sehr wichtig sind. Und gerade, weil wir in den vergangenen Jahren intensiv in diese Maßnahmen investiert haben, ist Bludenz eine Zuzugsgemeinde geworden und in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Mit den Änderungen der Bildungskonzepte und der Bildungslandschaft, aber auch mit dem Zuzug muss die Stadt Bludenz zwangsläufig in Schulgebäude investieren. Und das eigentlich in allen Schulsprengeln. Vor Jahren noch bestand eine Schule aus dem Klassenzimmer und dem Turnsaal. Das ist heute nicht mehr so. Es gehört mehr dazu. Vor allem die Formen der Ganztagsschule, der Mittags- und Nachmittagsbetreuung machen hier zusätzliche Investitionen notwendig.

Wo sind die Hotspots in Sachen Schulinfrastruktur?
Katzenmayer: Natürlich der Schulsprengel St. Peter. Wir sind intensiv mit dem Kloster im Gespräch, um hier eine Verbesserung zu erreichen. Turnsaal und notwendige Nebenräume für einen modernen Schulunterricht werden wir hier zum bestehenden Bestand ergänzen. Parallel dazu werden wir Verbesserungen und Erweiterungen bei der Volksschule Mitte andenken. Zur Überbrückung der größten Engpässe werden vorübergehend Container bei dieser Schule aufgestellt, die aber dann einem Bauprojekt weichen werden. Abgeschlossen haben wir vorerst die Ergänzungen bei der Volksschule Obdorf. Aber auch dort wird schon bald zusätzlicher Schulraum erforderlich werden. Das wird in den nächsten Monaten im Detail erhoben und geprüft. Und wenn es notwendig wird, werden wir in Bludenz-Obdorf den Schulbau vorantreiben.

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