AA

Auf Sehhöhe

©Beate Rhomberg
Auf Sehhöhe

Rundweg mit drei Stationen wurde am Freitag auf dem Karren eröffnet.

Dornbirn. Unter dem Titel “Auf Sehhöhe” wurde am Freitag auf dem Karren die Ausstellung von Ruth Gschwendtner-Wölfle eröffnet. Vizebürgermeister Martin Ruepp durfte die zahlreichen Gäste “am schönsten Ort Vorarlbergs” begrüßen und gab einen kurzen Einblick in die Geschichte der Karrenseilbahn. Ein besonderes Lob ging dabei an deren Geschäftsführer Herbert Kaufmann, den Geschäftsführer “Er hat immer wieder neue und tolle Ideen”, betonte Ruepp.

So auch das Projekt der in Augsburg geborenen Künstlerin Ruth Gschwendtner-Wölfle, die auf dem Karren einen Rundweg mit drei Stationen gestaltet hat. “Ein besonderer Dank gilt hier auch Kulturamtsleiter Roland Jörg, der uns zu dieser Künstlerin geführt hat”, so Ruepp. “Die Stationen sollen eine Anregung zum Verweilen, zum Nachdenken und zum Sitzenbleiben sein”, erklärt die seit 1986 in Frastanz lebende Künstlerin bevor sie alle Interessierten durch den 20-Minütigen Rundgang führte.

Klangfeld
Gleich wenige Meter nach der Bergstation befindet sich die erste Station – die Klangblumen. Zusammen mit den fliegenden Quadraten, die zum verweilen oder zum Picknicken einladen, geben sie die Möglichkeit, in die Natur hineinzulauschen und den Tönen durch das Blättergewirr und hinaus über die Bergkante zu folgen. Ein Blick durch die ebenfalls an der ersten Station angebrachten Facettensteine zeigt bei jeder Bewegung des Kopfes eine ungeahnte Vielzahl bunter Teilbilder. “Die Welt hat viele Aspekte und Facetten. Die Facettensteine sollen unsere Wahrnehmung erweitern”, erklärt die Künstlerin.

Sehfeld
Den Blick wieder aufs Wesentliche konzentrieren und alles was zu viel ist ausblenden, sollen hingegen die Augäpfel an der zweiten Station. “Wer durch das steinerne Sehloch späht, lässt den gebündelten Blick mit der Konzentration eines Raubvogels wandern oder mit dem Gleichmut einer äsenden Hirschkuh gleiten”, so Ruth Gschwendtner-Wölfle.

Gedankenfeld
Die Denk- und Erzählsteine sollen dazu einladen, sich niederzusetzen und seinen Ideen nachzugehen. “Man kann hier Gedanken ordnen, mitteilen oder ausbrüten. Wenn man möchte aber auch Streitgespräche führen und je nachdem wo man sitzt – auf einer Kugel oder einem Würfel – hat man vielleicht ganz anderen Ideen”, lacht sie.

Die Ausstellung soll für die nächsten Jahre fixer Bestandteil des Karrens bleiben und zu interessanten Gesprächen, Blicken oder einfach zum Verweilen einladen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Auf Sehhöhe
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen