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Auf Reichelt wartet nun "Rambazamba" in Kitz

Der Salzburger freut sich auf die Streif
Der Salzburger freut sich auf die Streif
Vor einem Jahr stand die Ski-Karriere von Hannes Reichelt auf der Kippe. Als frisch gebackener Gewinner der Kitzbühel-Abfahrt wurde beim Salzburger am 27. Jänner 2014 ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Der Traum von Olympia war geplatzt. Mittlerweile ist der 34-Jährige wieder zurück in der Weltspitze. Am Sonntag siegte Reichelt in Wengen, nun geht er auf seinen zweiten Kitz-Coup los.


Druck verspürt Reichelt als Streif-Titelverteidiger keinesfalls, ganz im Gegenteil. “Ich habe dieses Rennen durch meinen Sieg vor einem Jahr auf meiner ‘To-do-Liste’ abgehakt und fahre völlig ohne Druck nach Kitzbühel. Ich möchte einfach wieder gut fahren. Wenn ich dann Zweiter oder Dritter werden sollte, passt das auch sehr gut.”

Dass stressige Tage auf ihn zukommen, ist Reichelt aber bewusst. “Natürlich wird es in Kitzbühel ein Rambazamba um mich geben. Dennoch werde ich versuchen, mich voll und ganz auf die Rennen zu konzentrieren.” Schließlich wartet einmal mehr die berüchtigtste Mutprobe der Skiwelt über die Mausefalle, den Steilhang, den Hausberg und die Traverse.

“In Kitzbühel gibt es einige Passagen, in denen du dich brutal überwinden musst. Auf der Streif musst du am Limit sein, wenn du um den Sieg mitfahren willst. Und das Limit ist in Kitzbühel extrem gefährlich. Diese Strecke hat scharfe Zähne”, meinte Österreichs aktuelle Nummer eins in den Speed-Disziplinen.

Reichelt weiß, dass seine Rückkehr nach der Bandscheiben-OP keinesfalls selbstverständlich ist. “Ich kenne sehr viele Kollegen, die nach so einer Operation nicht mehr zurückgekommen sind. Ich bin sehr dankbar und froh, dass es bei mir so gut verlaufen ist”, meinte der Radstädter.

Wenn Reichelt an die OP zurückdenkt, dann empfindet er keine Enttäuschung über das Olympia-Aus, sondern Erleichterung. “Ich konnte mir bis dahin nicht einmal annähernd vorstellen, wie erleichternd eine Operation sein kann”, sagte Reichelt.

Seinen ersten Sieg nach der Operation hatte Reichelt bereits im Dezember 2014 gefeiert – ausgerechnet im Super-G im WM-Ort Beaver Creek. Dennoch hatte Reichelt noch wenige Tage vor seinem Triumph in Wengen gemeint, dass er in dieser Saison den berühmten “Flow” noch nicht gefunden habe und es “noch nicht so leicht von der Hand geht”.

Die Pause zwischen Santa Caterina Ende Dezember 2014 und Wengen hat Reichelt gemeinsam mit seiner Skifirma Salomon allerdings scheinbar perfekt genützt. “Da ist wirklich einiges weitergegangen. Salomon hat mir für Wengen neue Ski zusammengebastelt, die waren sensationell.” Genau diese neuen “Wunderwaffen” will Reichelt nun auch auf der Streif auspacken, das erste Training steht bereits am Dienstag auf dem Programm.

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