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Auf der Suche nach den Schätzen der Erde

Die Faszination für Kristalle vereint die Mitglieder des VVM auch bei zahlreichen Exkursionen.
Die Faszination für Kristalle vereint die Mitglieder des VVM auch bei zahlreichen Exkursionen. ©Verein/Laurence Feider
Verein der Vorarlberger Mineraliensammler

Im VVM treffen sich seit bald 50 Jahren die heimischen “Strahler”.

Dornbirn. Verein im Fokus. “Es ist wie beim Goldrausch, wenn einen das Strahler-Fieber einmal gepackt hat, läßt es einen nie mehr los”, bringt es der Obmann des Vereins der Vorarlberger Mineraliensammler (VVM) Andreas Fitz auf den Punkt. Ihm ist diese Schatzsuche der besonderen Art quasi schon in die Wiege gelegt, bereits sein Großvater war leidenschaftlicher “Strahler”. Als “strahlen” bezeichnet man ja bekanntlich das Kristall- und Mineraliensuchen im alpinen Gebiet. Der Begriff kommt daher, dass auch die Kristalle “Strahlen” genannt werden und dies hat durchaus mit “strahlen” im herkömmlichen Sinn zu tun. Manchmal ist es nämlich schwer auszumachen, wer mehr strahlt, der Stein der gefunden wird oder der Mensch der ihn findet. “Der erste Mensch zu sein, der Mineralien die über 15 Millionen Jahre alt sind, ans Tageslicht bringt und in der Sonne funkeln läßt, ist einfach ein sehr erhebendes Gefühl”, strahlt auch Paul Dusleag für den die Leidenschaft zu den schönen Steinen ein wunderbarer Ausgleich zum Büroalltag bedeutet. Gemeinsam mit seiner Frau Renate sucht er in den heimischen Bergen und in der Schweiz nach den verborgenen Schätzen der Erde. Und wird dabei immer wieder fündig.

Vorarlberg gehört zwar nicht zu den bekannten Strahler-Gebieten aber auch im Ländle warten rund 40 verschiedene Arten von Mineralien darauf von begeisterten “Schatzsuchern” ans Tageslicht befördert zu werden. Calcit, Bergkristall, Fluorit, Pyrit und Hämatit gehören hierzulande zu den weit verbreitesten Mineralien wie “Chef-Strahler” Andreas Fitz erläutert. Was ein Strahler seiner Meinung nach braucht ist neben einem Quentchen Glück sehr viel Geduld, eine gehörige Portion Ausdauer, den nötigen Biß und “ordentliche Muckis”. Ein Strahler muß nämlich auch mit Hammer, Meißel und Schlägel umgehen können, das Öffnen einer Kluft ist dabei reine Bergbauarbeit. Das Strahlen beschränkt sich jedoch noch nicht auf den glücklichen Moment des Bergens seltener Naturwunder, sondern ist bereits im Vorfeld mit einer intensiven Spurensuche verbunden. Dazu gehören die Recherche, die Literatursuche, die Sondierung von Gebieten und das Erkennen der Anzeichen die auf einen Fundort hinweisen. Wie ein Spürhund verfolgt der Mineraliensammler dabei “verdächtige” Quarzbande und herumliegende Kleinmineralien. “Und wenn man mal nichts findet, hat man zumindest einen wunderbaren Tag in der Natur verbracht”, erzählt Andreas Fitz der überzeugt ist, dass der auch der “Blick für das Schöne” alle Strahler auszeichnet. Anderes Merkmal ist natürlich die Sammelleidenschaft, viele Strahler sammeln im Vorübergehen auch Pilze und Beeren.

Den richtigen Ort diese Leidenschaft und Faszination für Mineralien, Kristalle und Fossilien mit Gleichgesinnten zu teilen, findet man beim Verein der Vorarlberger Mineraliensammler. Neben dem Erfahrungsaustausch bietet der Verein Zugang zu fachspezifischer Literatur aus dem umfassenden Gebiet der Mineralogie, gemeinsame Exkursionen, Börsenbesuche und gesellige Treffen. Einmal im Monat trifft man sich beim Vereinsabend, dabei stehen rund acht spannende Vorträge pro Jahr auf dem Programm sowie Tausch- und Bestimmungsabende. Das Bestimmen übernimmt Renato Kiseljak der das Sammeln seit 23 Jahren unter sehr wissenschaftlichen Aspekten betreibt. Auch Neo-Strahler sind beim Verein jederzeit willkommen, für sie gibt es zusätzliche Vereinsabende mit speziellen Schulungen und Exkursionen für Jugendliche und Anfänger.

Kontakt: Obmann Andreas Fitz, Tel.: 0650 440 1937, Email: andreas.fitz@gmx.at
Web: www.mineralienverein.at

Vereinsfacts
1963 wurde der Verein der Vorarlberger Mineraliensammler gegründet
170 Mitglieder sind beim Verein
60 aktive Mitglieder besuchen regelmäßig die Vereinsabende

Warum sind Sie beim VVM?

Walter Egger
Ich bin seit 25 Jahren beim Verein, weil das Mineraliensuchen und -sammeln meine große Leidenschaft ist. Hier treffe ich viele Gleichgesinnte, erlebe spannende Vorträge und Exkursionen und genieße die Geselligkeit. Das Mineraliensammeln ist ein idealer Ausgleich zum Büroalltag.

Paul Dusleag
Das Mineraliensammeln ist ein wunderbares Hobby zum Ausgleich, zur Entspannung und zum Auftanken. Mich fasziniert die scheinbare endlose Vielfalt an Farben und Formen der Mineralien, kein Kristall schaut aus wie der andere. Gleichzeitig genieße ich die Bewegung in der Natur.

Renato Kiseljak
Mich fasziniert der komplexe wissenschaftliche Hintergrund der Mineralienwelt. Die Fossilien geben dazu spannende Einblicke in frühere Zeiten. In Lorüns habe ich Fische aus der Trias gefunden, die 220 Millionen Jahre alt sind. Auch einige Erstfunde in Vorarlberg gehen auf mein Konto.

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