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Auf der Suche nach dem Ursprung

Andreas Salzburger ging dem Ursprung der Materie auf den Grund.
Andreas Salzburger ging dem Ursprung der Materie auf den Grund. ©Laurence Feider
Vortrag Dr Andreas Salzburger

Dr. Andreas Salzburger gab Einblicke in die Teilchenphysik

Dornbirn. “Wer hat Angst vorm schwarzen Loch?” lautete der 4. Vortag in der Reihe “Sei eins mit Science” in der Dornbirner Inatura. Einen Abend lang entführte der Tiroler Physiker Andreas Salzburger, der seit Oktober 2008 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Projekt “ATLAS” am CERN beschäftigt ist, die Zuhörer in den so genannten “Teilchenzoo”. Wer sich einen Schnellsiedekurs in Teilchenphysik erwartet hatte, wurde vermutlich enttäuscht. Für wen aber Protonen, Gluonen und Leptonen keine Fremdwörter sind, für den bot der Vortrag viele spannende Ausführungen.

Im ersten Teil ging der junge Wissenschaftler auf den Ursprung und die Beschaffenheit der Materie ein. Unter anderem wurde der Higgs-Mechanismus an hand einer Bildergeschichte anschaulich erklärt. Im zweiten Teil ging es um das europäische Kernforschungszentrum CERN und seine Collider-Experimente. Salzburger erklärte wie im 27 km langen LHC (Large Hadron Collider) 100 Meter unter der Erde Protonen aufeinander geschossen werden und kollidieren. Seit dem 23. November 2009 werden hier stabil Daten genommen und ausgewertet. Den nächsten Teil seines Vortrages widmete der Physiker dem ATLAS-Detektor.

Anschließend ging er in den Spin-offs auf die Erfindung des “World Wide Web” durch Tim Berners-Lee am Genfer CERN und den Einsatz schwerer Teilchen in der viel versprechenden Hadron-Krebstherapie ein. Darum wie Wissenschaft funktioniert, wenn sie von einem Kollektiv gesteuert wird ging es im abschließenden Exkurs “Das soziologische Experiment”. An der ersten ATLAS-Veröffentlichung waren beispielsweise 3221 Autoren beteiligt, die sich nach derzeit geltenden Richtlinien für den Nobelpreis nicht einmal qualifizieren. Dieser kann maximal an ein 3 Personen-Kollektiv verliehen werden.

Die Folien des Vortrages gibt es zum Downloaden auf der Inatura Homepage unter www.inatura.at

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