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Auf dem Weg in eine bewusste Zuwanderungsgesellschaft

Feldkirch - Ein "diffus gewachsenes Fragen nach Österreich" sieht Dr. Elisabeth Dörler in den verunsicherten Diskussionen der letzten Wochen, spätestens seit der Verhaftung von Extremisten in Österreich, spätestens seit den Demonstrationen gegen den Moscheebau im 20. Bezirk in Wien.

Dazu kommt“, so Dr. Dörler, „dass internationale Konflikte direkt auf Mitbürgerinnen und Mitbürger reflektiert werden. Dies wird insofern schwierig, da in Folge Einzelfälle zeigen, dass internationale Konflikte auch in Mitteleuropa passieren können“. Das mache Angst. Dr. Eva Grabherr, Leiterin von „okay.zusammen leben“, erkennt in den Ereignissen und der beobachtbaren Verschärfung der Sprache die Veränderung „von einer unbewussten in eine bewusste Zuwanderungsgesellschaft“. Österreich wie auch Deutschland hätten Zuwanderung bisher nur „auf Zeit“ gesehen. Beide Staaten „haben sich nicht darauf eingestellt“, so die Historikerin, „dass sie Länder mit Einwanderung sind. Es wird uns bewusst, dass wir damit nun wirklich leben müssen, die nächsten Jahrzehnte. Das bedeutet auch, dass mit einer anderen Ernsthaftigkeit über die in diesem Zusammenhang aufgeworfenen Fragen diskutiert wird.“

In Form von sechs Reflexionen zur Situation gaben Dr. Elisabeth Dörler, Islambeauftragte der Diözese Feldkirch und der Judaistin und Historikerin Dr. Eva Grabherr vom Verein „okay.zusammen leben“ dem Pressebüro und dem Vorarlberger KirchenBlatt ein Interview, das auf www.kath-kirche-vorarlberg.at (Hauptbegriff „im Dialog“, Dokument „Migranten im Gartenbeet Europas“) als Download verfügbar ist. Ebenso erscheinen Auszüge aus dem Interview in der heute erscheinenden Ausgabe des Vorarlberger KirchenBlatts.

(Quelle: Katholische Kirche Vorarlberg)

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