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Auer- und Birkhuhn stark gefährdet

Laut einem Forschungsprojekt der Universität München weisen die Auer- und Birkhuhnpopulationen eine geringe genetische Vielfalt auf.

Die Gesellschaft für Vogelkunde, BirdLife, schlägt Alarm. Eine weitere Einschränkung oder negative Entwicklung der Lebensräume könnte die Situation der Populationen dramatisch verschärfen, warnte BirdLife am Montag.

„Im Vergleich mit anderen Populationen aus dem Alpenraum ist die genetische Vielfalt der Auerhuhn- und Birkhuhnpopulationen in Vorarlberg durchschnittlich bis gering“, fasste die Obfrau von BirdLife Vorarlberg, Rita Kilzer, die Forschungsergebnisse zusammen. „Es gibt zwar noch keine Anzeichen auf genetische Verarmung durch Inzucht, aber der genetische Kontakt zwischen den untersuchten Auerhuhnpopulationen in Vorarlberg ist eingeschränkt“, so Kilzer. Im Ländle hat sich nach Beobachtungen von BirdLife die Auerhuhnpopulation in den vergangenen Jahren auf etwa 80 bis 100 Tiere reduziert, die weit verstreut in allen Landesteilen leben.

In dem Forschungsprojekt an der TU München wurden demographische und genetische Eigenschaften von Auer- und Birkhuhn in Mitteleuropa in Relation zur räumlichen Verteilung und Qualität ihrer Lebensräume analysiert. „Wir haben Federn von Auer- und Birkhühnern aus allen Landesteilen Vorarlbergs gesammelt und mit finanzieller Unterstützung der Vorarlberger Naturschau inatura im Rahmen des Forschungsprojekts genetisch untersuchen lassen“, erläuterte Kilzer der APA.

Sollte sich die Situation weiter zu Ungunsten des Auerhuhns entwickeln, etwa durch Veränderung der Waldstrukturen oder Klimawandel, könnte sich der populationsgenetische Befund rasch ändern. „Unter Umständen reichen kleine, kaum merkliche Veränderungen aus, um die Situation deutlich zu verschärfen.“ BirdLife rät deshalb, „sobald wie möglich Maßnahmen zu ergreifen, die den Negativtrend in der Populationsentwicklung aufhalten.“

Die Qualität der Lebensräume müsste laut BirdLife großflächig verbessert werden. „Je besser und großflächiger der Lebensraum ist, desto eher kann eine Population ungünstige Einflüsse verkraften“, heißt es im Bericht. Lebensräume und die Verträglichkeit ihrer forstlichen, landwirtschaftlichen und touristischen Bewirtschaftung seien entscheidend für die Sicherung der Auer- und Birkhuhnpopulationen.

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