Auenfeldprojekt in der Schwebe

Lech -  Es ist ein hartes Match. Genauso hartnäckig wie der Chef der Skilifte Lech, Michael Manhart, im Wissen um die Unterstützung durch die Gemeinden das Großprojekt zur Skiraumverbindung Lech-Schröcken/Warth als erforderliche Weiterentwicklung des Skitourismus seit Jahren verfolgt, genauso kritisch wird die geplante Auenfeld-Überbrückung beäugt.
Grafik: Skigebietverbindung
Bauvorhaben in der Natur

Es gibt massive Bedenken gegen den Bau einer knapp zwei Kilometer langen 10er-Gondel-Einseilumlaufbahn.

Behördenverfahren laufen

Derzeit sieht es jedenfalls nicht danach aus, als dass der projektierte „Auenfeldjet“ in absehbarer Zeit an den Start gehen könnte. Zwar befindet sich das eingereichte Skigebietsverbindungsprojekt sowohl bei den Bezirkshauptmannschaften Bludenz und Bregenz seit vorigem Jahr hinsichtlich Naturschutz- und Wasserrechtsverfahren als auch inzwischen beim Verkehrsministerium in Bezug auf Bau- und Konzessionsbewilligung in Bearbeitung, ein Ergebnis ist allerdings längst noch nicht greifbar. Hinter diversen Einzelpunkten stehen noch dicke Fragezeichen. „Die Regio Bregenzerwald etwa hat eine Verkehrsstromanalyse eingefordert, weil man befürchtet, dass durch das Verbindungsprojekt der Verkehr überbordet“, sagt Michael Manhart und hält dagegen, „dass dem jetzt schon durch bestehende Limitierungen der Tageskarten in den Skigebieten Warth-Schröcken und Lech-Zürs gegengesteuert wird.“

 

Parkplätze fehlen

Außerdem gebe es klar ausgewiesene Parkplätze, die nicht erweitert werden sollen. Beim beabsichtigten Bau des Auenfeldjets, der nach Angaben des Lecher Skiliftechefs „auf der landschaftsschonendsten Seilbahntrasse entlang des westseitigen Talrands geführt wird“, legen sich indes auch weiter Alpenschutzverein und Naturschutzanwaltschaft quer. „Das Vorhaben stellt insgesamt sowohl aus ökologischer als auch aus landschaftsästhetischer Sicht einen massiv nachhaltigen Eingriff in die hochwertige Umgebung dar“, bekräftigt Katharina Lins, die weitere nachteilige Folgewirkungen durch eine Seilbahnnutzung ortet.

 

Überzeugungsarbeit muss geleistet werden

Beim Hürdenlauf zur Verwirklichung der 12-Millionen-Euro-Investition in die Skiraumverbindung müssen die Auenfeld-Projektwerber überdies auch noch an anderer Stelle viel Überzeugungsarbeit leisten. So fehlt immer noch von einigen Grundeigentümern das Einverständnis zur Einräumung einer entsprechenden Dienstbarkeit. Michael Manhart: „Wir hoffen, dass sich in den laufenden Verhandlungen noch ein Einvernehmen herstellen lässt.“ Wenn es mit dem Auenfeldprojekt noch nicht klappen sollte, wollen die Skilifte Lech heuer zumindest das Erneuerungsprojekt Weibermaht realisieren. Geplant ist der Bau einer innovativen Sessel-/Kabinen-Kombibahn samt neuer Tal- und Bergstation.

 

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