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Auch Sportverbände entsetzt über Vorgänge beim Sportservice

Am Mittwoch tagte der Kontrollausschuss zur Causa Sportservice
Am Mittwoch tagte der Kontrollausschuss zur Causa Sportservice ©VOL.AT/Hartinger
Bregenz - Am Mittwoch tagte der Kontrollausschuss zur Causa Sportservice GmbH. Die Opposition zeigte sich entsetzt über die Vorgänge in der landeseigenen Institution. Nun melden sich auf die Vorarlberger Sportverbände zu Wort.
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Die Sportservice Vorarlberg GmbH, die Unterstützungsleistungen für den heimischen Sport bieten soll, ist vor wenigen Wochen in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Dort soll es Schwarzgeldzahlungen und eine nicht ordnungsgemäße Verbuchung von Einnahmen in Zusammenhang mit Lauftests gegeben haben. Das Land hat eine Wirtschaftsprüfung eingeleitet, die Staatsanwaltschaft Feldkirch ermittelt.

Vorarlberger Skilehrerverband entsetzt

Erich Melmer, Präsident des Vorarlberger Skilehrerverbandes hat schon seit längerem Unstimmigkeiten innerhalb des Sportservice vermutet und spricht dem Sportservice auch seine Kompetenzen ab. „Martin Keßler, den ich noch vom Sportreferat kannte, hatte überhaupt keine Ahnung vom Skisport und sich auch nicht dafür interessiert“, bemängelt Melmer. Er sei froh gewesen, dass er mit Keßler nichts mehr zu tun hatte, als dieser das Sportreferat des Landes verlassen hatte. „Meiner Meinung nach hatte Keßler auch nie das Ziel, den Sport in Vorarlberg zu fördern und für die Anliegen der Sportler und Verbände einzustehen. Er agierte als alleiniger Herrscher und hat nur für sich persönlich das Beste aus seiner Position herausholen wollen“, ärgert sich Melmer. Außerdem könne man ihm nicht weismachen und erklären, dass der Sportservice Vorarlberg über 40 Angestellte brauche. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar. Das Geld was hier in Strukturen und Personal gesteckt wird, fehlt für Trainer, Sportlehrer und vor allem für die Jugendförderung, wo es wirklich dringender gebraucht wird“, so Melmer.

Tennisverband: “Schade für den Sport”

Evelyn Nenning, Geschäftsführerin des Vorarlberger Tennisverbandes, kommentiert die Affäre knapp mit „Schade für den Sport“. Eine Aufklärung der Vorfälle sei unbedingt notwendig, damit weitergearbeitet werden könne. Das gesamte Geschäftsmodell des Tennisverbandes sei auf das Ziel ausgerichtet, Vorarlberg zum Sportland Nummer 1 zu machen. Damit identifiziert man sich auch weiterhin.

Volleyballverband: Kritik an Förderrichtlinien

Beim Vorarlberger Volleyballverband stehen die meisten Kontakte zum Sportservice im Zusammenhang mit der neuen Sportförderung, erklärt Präsident Christof Dünser. “Die diesbezüglichen Gespräche mit unserer Hauptkontaktperson Alexander Mohr verliefen durchgehend konstruktiv und in guter Atmosphäre”, sagt Dünser. Mit der starken Orientierung der Förderrichtlinien am Profi- bzw. Spitzensport im Rahmen des Vorarlberger Sportkonzepts hätte man aber keine so rechte Freude.

Turnerschaft: “Fakten aufdecken”

 „Wichtig ist, dass die Fakten aufgedeckt werden, damit die Mitarbeiter ihre Arbeit fortsetzen können“, sagt Manuela Reis von der Vorarlberger Turnerschaft. Von den Ereignissen zeigt sich Reis überrascht. Wenn die Aufarbeitung gründlich gemacht werde, dürfte aber nichts haften bleiben am Sportservice und dem Land Vorarlberg.

Leichtatheltikverband: “Schon länger gewusst”

Nichts Neues waren die Vorwürfe für die Präsidentin des Vorarlberger Leichtathletikverbandes Helene Pflüger. Von Unstimmigkeiten habe man schon länger gewusst. Sie selbst habe das auch mit dem ehemaligen Landesrat Siegi Stemer besprochen. Dieser habe klar signalisiert, dass Nebengeschäfte nicht toleriert würden. Nur hätten Martin Keßler und sein Team gemacht, was sie wollten. Pflüger hofft nun, dass die Affäre keine längerfristigen Auswirkungen auf die Vorarlberger Sportszene hat.   

Stemer zurückgetreten

Die in den vergangenen Tagen rund um das Sportservice bekannt gewordenen Missstände haben zum Rücktritt von Geschäftsführer Martin Schäffl, Keßler als Leiter des Vorarlberger Olympiamodells und zuletzt auch des Vorarlberger Sportlandesrats Siegi Stemer geführt.

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