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Auch Raketentest-Moratorium beenden

Botschafter Choe Jin Su machte die „feindliche Politik“ Washingtons gegenüber Pjöngjang für das mögliche Ende des Raketentest-Moratoriums verantwortlich.

„Weil alle Abkommen von der US-Seite für nichtig erklärt worden sind, glauben wir, dass wir das selbst auferlegte Raketentest-Moratorium nicht mehr aufrecht erhalten können“, sagte Choe auf einer Pressekonferenz in Peking. Auf Fragen, ob Nordkorea seine Tests jetzt wieder aufnehmen werde, sagte der Diplomat: „Wir könnten testen. Wir werden testen. Wer weiß.“

Im September 1999 hatte Nordkorea unter amerikanischem Druck eine Aussetzung seiner Raketentests bis zum Jahr 2003 versprochen. Ein Jahr zuvor hatte Pjöngjang eine Rakete gestartet, die Japan überflog und danach in den Pazifik stürzte. „Wir haben diesen Schritt damals gemacht in der Erwartung, dass der Dialog zwischen Nordkorea und den USA fortgesetzt würde“, erläuterte Choe, der den USA auch die Schuld für den nordkoreanischen Ausstieg aus dem Atomwaffensperrvertrag gab.

Mögliche zukünftige Ambitionen Nordkoreas zur Entwicklung von Atomwaffen würden von dem weiteren Verhalten der USA abhängen: „Was wir in der Zukunft machen, hängt von den Vereinigten Staaten ab. Wenn die Vereinigte Staaten ihre Haltung nicht ändern, könnte die Sache kompliziert werden, drohte Choe. Pjöngjang habe das Recht, „Mittel zu besitzen, die uns vor einem atomaren Angriff der USA schützen“. Im Moment wolle Nordkorea die Atomenergie allerdings nur friedlich nutzen, betonte der Diplomat.

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