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Auch die weltberühmten Vier der „Quatuor Mosaiques“ begeisterten.

Ensemble Quatuor
Ensemble Quatuor
Feldkirch (Sch) Auch die zweitletzte Veranstaltung in der Reihe der Feldkircher Sommerkonzerte in der Schattenburg wartete wieder mit einem neuen Highlight kammermusikalischer Streicherkunst auf.

Das weltberühmte österreichische Streichquartett „Quatuor Mosaiques“ mit Erich Höbarth (1. Violine), Andrea Bischof (aus Vorarlberg, 2. Violine), Anita Mitterer (Viola) und Christophe Coin (Violoncello) spielte in gewohnter Meisterschaft Werke von Joseph Haydn und Felix Mendelssohn-Barthol- dy.

Das Quar­tett feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Die Damen und Herren sind absolute Meister ihrer Ins­trumente und künstlerisch schon längst „ein Herz und eine Seele“ mit Präzision und berückender Klanghomogenität.

Zweimal Haydn

„Quatuor Mosaiques“ spielt auf Darmsaiten, deren Vorzug ein sehr differenzierter, farbiger Klang ist. Bekanntlich sind die Musiker ja dem „Concentus Musicus“ Harnoncourts als Mitglieder eng verbunden, doch bei den genannten Werken war ihre Spielweise gewiss anders als beim Originalklangapostel Harnoncourt. Haydns Streichquartett op. 20/5, f-Moll, wurde legatoreich sogar ganz in düster-melancholische Romantik getaucht; wunderschön etwa das verspielte Dekor der ersten Geige im dritten Satz Adagio oder die gewaltige Fuge über zwei Themen im Finale.

Das wegen seiner lautmalerischen Reitrhythmik populäre op. 74/3, g-Moll, „Reiterquartett“, Haydns versprühte hingegen sportlich-beschwingte Vitalität. Das stampfende Finale wurde aufgepeppt durch „Freudenrufe“ der Primgeige. Eingebettet zwischen Haydn erklang quasi als Romantik pur das Streichquartett, op . 12, Es-Dur, von Mendelssohn-Bartholdy. Das Werk zeichnet eine expressive Melodik aus; der zweite Satz, die sehr bekannte serenadenhafte Canzonetta, funkelte als besonders prächtiger Edelstein. Als Zugabe schenkten die großen Künstler einen sanften Mozart-Satz aus KV 428.

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