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AUA prüft Destination Wien - Friedrichshafen

Schwarzach - Die Strecke St. Gallen-Altenrhein - Wien entwickelt sich laut der Austrian Airlines Group (AUA) gut. 2006 beförderte die Airline nach eigenen Angaben 84.000 Passagiere auf dieser Strecke.

„Im Jänner und April 2007 konnten wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von drei Prozent erreichen“, so AUA-Manager Rudolf Mertl, zuständig für Netzwerk und Vertrieb, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Bregenz.

Nahezu 50 Prozent der Passagiere stammten aus Vorarlberg, rund 25 Prozent aus Wien, 20 Prozent aus der Schweiz und Liechtenstein. Der Transferanteil der Passagiere betrage auf dieser Strecke 15 Prozent, so Mertl. Besonders gefragt seien von Wien aus Inlandsdestinationen wie etwa Graz, Langstrecken und Osteuropa-Destinationen. Die Flüge waren 2006 zu 50 Prozent ausgelastet. „Da ist noch Potenzial vorhanden“, erkannte Mertl. Durch die dynamische Entwicklung in den osteuropäischen Ländern erhoffte sich Mertl eine „automatische Sogwirkung“, weil die dortige Wirtschaft auch für Unternehmen aus dem Bodenseeraum Chancen biete. Die AUA hofft zudem auf noch mehr Ostschweizer Passagiere.

Auf die Frage, ob die AUA künftig auch den nahe gelegenen Flughafen Friedrichshafen (Baden-Württemberg) anfliegen wolle, erklärte Mertl, man sei mit Altenrhein sehr glücklich. Die AUA versuche aber stets durch Marktforschung neue Strecken zu evaluieren, Friedrichshafen werde man sich anschauen. „Aber wenn dann als Ergänzung, nicht als Ersatz“, so Mertl.

Auf die Konkurrenz durch Billigfluglinien, etwa die von Friedrichshafen aus startende „Intersky“, angesprochen, betonte Mertl, die AUA verstehe sich weiter als „Qualitätscarrier“ und setze daher auf Kostentransparenz und Qualität. Das sei gegenüber dem Kunden der beste Weg, so Mertl. Die Flugstrecke Altenrhein-Wien sei zudem mehr auf Geschäftsreisende zugeschnitten.

Laut Tyrolean-Geschäftsführer Manfred Helldoppler landete die AUA im AEA-Vergleich (Association of European Airlines) bei der Pünktlichkeit 2006 auf dem vierten Platz. Altenrhein-Wien sei im Schnitt noch besser. „Nur acht Prozent aller Flüge waren dort verspätet“, so Helldoppler. In den ersten fünf Monaten 2007 wurden auf dieser Strecke laut AUA 99,2 Prozent der Flüge planmäßig durchgeführt.

St. Gallen/Altenrhein ist neben Friedrichshafen einer der beiden „Heimatflughäfen“ Vorarlbergs. Die AUA führt auf Basis eines Völkerrechtsvertrags und eines Regierungsübereinkommens Linienflüge von Wien nach St. Gallen/Altenrhein durch.

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