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Attacke in Paris: Polizei-Doppelschlag - Drei mutmaßliche Täter tot

Viele Geiseln konnten befreit werden
Viele Geiseln konnten befreit werden ©AP
Mit einem Doppelschlag hat die französische Polizei die beiden Geiselnahmen beendet und übereinstimmenden Berichten zufolge die drei islamistischen Terroristen getötet.
Nachlese: zum Live-Ticker
Geiselnahme im Osten von Paris
Hier verschanzen sich die "Terror-Brüder"
Das verdächtige Brüder-Paar
Weltweite Solidarität und Trauer
Bilder: Paris im Schockzustand


Fast zeitgleich griffen die Sicherheitskräfte der Elite-Einheit GIGN in einem Ort östlich von Paris und am Rande der Hauptstadt zu und setzten der seit Mittwoch andauernden Verfolgungsjagd ein Ende.

Zunächst wurde der Unterschlupf der mutmaßlichen Attentäter des Satiremagazins “Charlie Hebdo” in Dammartin-en-Goele gestürmt. Die beiden Terrorverdächtigen seien getötet worden sein, bestätigten die Behörden. Die Brüder Cherif (32) und Said Kouachi (34) seien schießend aus der Druckerei gerannt, in der sie sich über sieben Stunden verschanzt hatten, berichtet die Agentur AFP. Die Geisel sei frei und unverletzt. Es sollen zwei Polizisten verletzt worden sein, berichtet der Sender BFMTV.

Terror in Paris - Geiselnahmen blutig beendet
Terror in Paris - Geiselnahmen blutig beendet

Vier tote Geiseln in Paris

Die Polizei griff auch bei der zweiten Geiselnahme im Osten von Paris zu. Im französischen Fernsehen waren vier Explosionen zu hören. Der Geiselnehmer sei bei dem Zugriff in einem Geschäft für koschere Lebensmittel am Stadtrand getötet worden. Bei der Geiselnahme sind nach Angaben aus Polizeikreisen auch mindestens vier Geiseln getötet worden.  Vier weitere Personen sollen schwer verletzt worden sein. Die Sicherheitskräfte hatten den Laden am Nachmittag gestürmt, in dem sich ein schwer bewaffneter mutmaßlicher Islamist verschanzt hatte.

Bei einem der Toten war zunächst unklar, ob es sich um einen möglichen zweiten Geiselnehmer oder um eine Geisel handelt. Unklar war zudem, ob die anderen Opfer vor oder bei der Erstürmung des Supermarkts getötet wurden. Bei dem Täter handelte es sich um den Islamisten Amedy Coulibaly, der bereits am Donnerstag südlich von Paris eine Polizistin getötet haben soll.

Er soll die Attentäter von “Charlie Hebdo” gekannt haben und wie sie einen islamistischen Hintergrund haben. Bei der Attacke auf das Satire-Magazin am Mittwoch waren zwölf Menschen getötet worden.

Die Hauptverdächtigen von Paris

Bei der Terrorattacke von Paris und den Geiselnahmen am Freitag spielen vier Hauptverdächtige eine wichtige Rolle.

verdacht

WER SIND DIE VIER?

Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin “Charlie Hebdo” mit zwölf Toten gelten schnell zwei Brüder als Hauptverdächtige: Cherif (32) und Said Kouachi (34). Am Freitag veröffentlicht die Polizei dann noch einen Fahndungsaufruf nach einem 32-jährigen Mann und einer 26-jährigen Frau, die am Donnerstag in die Schießerei mit einer Polizistin auf einer Straße im Süden von Paris verwickelt gewesen sein sollen. Es handelt sich um Amedy Coulibaly (32) und seine Frau Hayat Boumeddiene (26). Coulibaly soll laut “Le Point” der Mörder der Polizistin sein.

WAS WEISS MAN ZU DEN BRÜDERN?

Die beiden Franzosen waren den Sicherheitsbehörden schon vor dem Attentat bekannt. Sie standen laut dem US-Fernsehsender CNN auf der allgemeinen Terror-Beobachtungsliste TIDE (Terrorist Identities Datamart Environment). In dieser Liste führen die USA bekannte oder mutmaßliche internationale Terroristen. Amerikanischen Medienberichten zufolge fanden sich ihre Namen zudem auf einer sogenannten No-Fly-Liste, was ihnen Flüge in die USA verwehrte.

Der jüngere der zwei Brüder – der 1982 in Paris geborene Cherif – war Teil einer nach dem städtischen Park “Buttes-Chaumont” genannten Verbindung um den radikalen islamischen Prediger Farid Benyettou. Dem Prediger war schon vor Jahren vorgeworfen worden, in Paris junge Freiwillige für den Jihad im Irak angeworben zu haben.

Kurz bevor sich Cherif Kouachi als damals 22 Jahre alter Hilfsarbeiter via Syrien in den Irak absetzen konnte, um dort als Dschihadist gegen die US-Truppen zu kämpfen, wurde er verhaftet. Im Jahr 2008 wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt – davon 18 Monate auf Bewährung. Zwei Jahre später wurde sein Name im Zusammenhang mit einem Befreiungsversuch eines inhaftierten Mitglieds einer islamistischen Gruppe genannt.

Bevor Cherif Kouachi im 19. Arrondissement von Paris den religiösen Unterweisungen von Benyettou folgte, war er ein Rap-Fan, der hübschen Mädchen nachstellte. Recherchen französischer Medien zufolge bestand seine Vorbereitung auf eine geplante Reise in den Irak damals aus Jogging-Runden, die er in Paris drehte und einer kurzen Einweisung an automatischen Waffen durch einen obskuren Waffenspezialisten.

Auch Said – der ältere Bruder – ist als französischer Staatsbürger in Paris geboren. Im Zusammenhang mit den Aktivitäten seines jüngeren Bruders soll auch er 2010 im Visier der Ermittler gewesen sein. Dabei sollen sich keine Erkenntnisse ergeben haben.

Nach US-Medienberichten hat Said Kouachi ein Ausbildungslager des Terrornetzwerkes Al-Kaida durchlaufen. Er sei 2011 einige Monate bei einem Al-Kaida-Ableger im Jemen im bewaffneten Kampf ausgebildet worden, berichteten der Fernsehsender CNN und die “New York Times”. Dass der 34-Jährige eine Terrorausbildung absolviert habe, sei auch auf den Videos der “Charlie Hebdo”-Attacke zu erkennen, schrieb die “New York Times” unter Berufung auf einen hochrangigen US-Regierungsvertreter.

Am Freitag verschanzten sich die beiden mutmaßlichen “Charlie-Hebdo”-Attentäter in dem ländlichen Ort Dammartin-en-Goele in einer Druckerei und nahmen mindestens eine Geisel.

WIE HÄNGEN DIE VIER VERDÄCHTIGEN ZUSAMMEN?

Während dieser Geschehnisse in Dammartin-en-Goele stürmt ein Mann in Paris einen Supermarkt für koschere Lebensmittel und nimmt mehrere Geiseln. Es wird vermutet, dass es sich dabei um den Mann handelt, der am Donnerstag in Paris die Polizistin erschossen hatte – den 32-jährigen Amedy Coulibaly. Französische Medien berichteten, der Mann habe beim Betreten des Geschäfts gerufen: “Ihr wisst, wer ich bin.”

Berichten zufolge soll er die Attentäter von “Charlie Hebdo” gut gekannt und – wie sie – einen islamistischen Hintergrund haben. Alle drei Männer seien aus derselben Pariser Jihad-Gruppe, berichteten mehrere französische Medien. Als die Polizei am späten Nachmittag beide Geiselnahmen beendet, werden die drei Islamisten getötet.

 

Liveticker: Geiselnahmen in Frankreich nehmen blutiges Ende

Das blutige Finale im Minutenprotokoll:Gegen 10.00 Uhr: Die Attentäter verschanzen sich in einer Druckerei in Dammartin-en-Goelle. Sie bringen mindestens eine Geisel in ihre Gewalt.

Am Vormittag: Der Pariser Flughafen Charles de Gaulle sperrt zwei nördliche Bahnen für Landungen. Der Flughafen liegt nur wenige Kilometer von der Druckerei entfernt.

Gegen 11.30 Uhr: Die Polizei fordert die Bewohner der Gemeinde Dammartin-en-Goelle auf, ihre Häuser wegen des Einsatzes nicht mehr zu verlassen.

11.53 Uhr: Präsident François Hollande betont, dass alles getan werden müsse, um die Sicherheit der Franzosen zu gewährleisten.

12.30 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet den Anschlag in Paris als den Beginn einer größeren Terrorreihe mit weiteren Angriffen in Europa und den USA.

Am Mittag: Der Anti-Terroreinsatz im Nordosten Paris spitzt sich zu. Die Polizei umstellt die Druckerei und versucht, mit den Islamisten in Kontakt zu treten, um eine friedliche Lösung des Konflikts zu erreichen.

13.36 Uhr: Es wird bekannt, dass es am östlichen Stadtrand von Paris zu einer weiteren Schießerei mit Geiselnahme in einem Geschäft für koschere Lebensmittel gekommen ist. Der Geiselnehmer soll nach französischen Medienberichten aus derselben Pariser Jihad-Gruppe stammen, wie die beiden mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter.

Nachmittag:
In Dammartin-en-Goelle halten sich die beiden gesuchten Brüder weiter verschanzt. Und im Osten von Paris werden wegen der anderen Geiselnahme weite Teile des sonst belebten Stadtteils lahmgelegt. "Im Augenblick müssen wir alle in unseren Klassen bleiben", berichtet ein Schüler.

Gegen 17.00 Uhr: In Dammartin-en-Goelle sind Rauchwolken zu sehen. In einer Übertragung im französischen Fernsehen sind zudem Schüsse zu hören. Die beiden Terrorverdächtigen seien getötet worden, bestätigen die Behörden später.

Gegen 17.15 Uhr:
Die Polizei beendet auch die zweite Geiselnahme in Paris. Nach Medienberichten soll auch hier der Verdächtige getötet worden sein. Aber auch mindestens vier Geiseln

Staatsanwalt kündigt Pressekonferenz für 22.30 Uhr an
Nach dem Ende der beiden Geiselnahmen hat der ermittelnde Staatsanwalt François Molins eine Pressekonferenz für 22.30 Uhr angekündigt. Zuvor will sich Präsident Hollande um 20.00 Uhr in einer Fernsehansprache an das französische Volk richten.

Komplizin des Geiselnehmers unter den Toten? Bei einem der Todesopfer im Supermarkt ist offenbar unklar, ob es sich um eine Geisel oder möglicherweise die Komplizin des Geiselnehmers selbst handelt.



Wie die französische Ausgabe von 20 Minuten online berichtet, dürfte es sich bei der Geiselnahme in Montpellier um einen schiefgelaufenen Raubüberfall handeln. Die Polizei bereitet sich offenbar auf den Zugriff vor.

Gerettet: Eine Geisel flieht mit einem Baby aus dem Supermarkt



VIDEO vom Zugriff in Dammartin-en-Goële, wo sich die Charlie-Hebdo-Attentäter verschanzt hatten.

Zwei der nunmehr zu beklagenden Todesopfer dürften von den Geiselnehmern erschossen worden sein. Sie waren laut AFP bereits tot, bevor die Polizei den Supermarkt stürmte.

Polizeikreise: Im Pariser Geiseldrama wurden, neben den vier Toten, offenbar vier weitere Geiseln schwer verletzt.

Der französische Präsident kündigt eine Ansprache an die Nation für heute Abend um 20 Uhr an.

Wie ein Polizeisprecher der CNN bestätigte, ist der Komplizin des Supermarkt-Geiselnehmers die Flucht gelungen.


+++ Komplizin des Supermarkt-Attentäters gelingt die Flucht +++

Polizeikreise: Bei dem getöteten Geiselnehmer im Supermarkt handelt es sich um den Islamisten Amedy Coulibaly, der bereits am Donnerstag südlich von Paris eine Polizistin getötet haben soll und Verbindungen zu den mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentätern hatte.


Offenbar weitere Geiselnahme in einem Juweliergeschäft in Montpellier: Die Polizei riegelt die Straßen in Montpellier ab. Ob eine Verbindung zu den Vorfällen in Paris besteht, ist völlig unklar. Es könnte sich auch um einen "gewöhnlichen" Raub handeln.

Ein verletzter Polizist wird nach dem Zugriff auf das Lebensmittelgeschäft von seinen Kollegen in Sicherheit gebracht:

VIDEO: Polizei stürmt Supermarkt

Vier Geiseln getötet: Das Geiseldrama im Pariser Supermarkt soll der Agentur Reuters zufolge vier Geiseln das Leben gekostet haben. Selbiges meldete die AFP. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

+++ Geiselnahme in Montpellier -+++ Das französische Portal "20 Minuten" meldet eine weitere Geiselnahme in einem Juweliergeschäft in Montpellier.

Ein Foto der Stürmung. Der schwer bewaffnete Geiselnehmer sei bei der Aktion der Polizei getötet worden, berichtet die Zeitung "Le Monde" unter Berufung auf die Gendarmerie.

Beim Einsatz der Polizei gegen den Geiselnehmer im Osten von Paris sind mehrere Geiseln befreit worden. Auf Fernsehbildern waren mehrere Menschen in Zivil zu erkennen, die aus dem Geschäft an der Porte de Vincennes rennen. Sie wurden sofort von den Sondereinheiten der Polizei in Sicherheit gebracht:

AFP-Livestream aus Paris:

Indes rasen eine ganze Reihe weiterer Rettungswagen in Richtung Druckerei.

Die Situation in Paris wirkt weiter angespannt. Medien melden, möglicherweise sei "jemand" auf der Flucht. Das Gebiet um den Supermarkt bleibt abgeriegelt, Anrainer, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad in den Bereich wollen, werden mit Nachdruck weggeschickt.

Während der Stürmung seien mindestens zehn Menschen aus dem Lebensmittelgeschäft gerannt. Damit dürfte der Geiselnehmer mehr Menschen in seiner Gewalt gehabt haben als bislang angenommen.

Auch der Geiselnehmer in einem jüdischen Geschäft am Stadtrand von Paris ist tot. Das berichtet die Zeitung "Le Monde" unter Berufung auf die Gendarmerie.

+++ Auch Geiselnehmer von Paris getötet +++

Wie die AFP berichtet, seien die Charlie Hebdo-Attentäter aus ihrem Versteck gekommen und hätten das Feuer auf die Poilzei eröffnet.

Mehrere Geiseln aus Supermarkt befreit:

Geiselnehmer tot: Die beiden mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter sind bei dem Polizei-Einsatz in Dammartin-en-Goele nördlich von Paris getötet worden. Das verlautete am Freitag aus Ermittlerkreisen. Die Geisel der beiden mutmaßlichen Islamisten sei frei und unversehrt.

Zugriff auf Supermarkt:
Die französische Polizei hat auch bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris zugegriffen. Das sagten Ermittler, Journalisten hörten Explosionen am Tatort im Osten der französischen Hauptstadt.

Selbiges in Paris: Überall Blaulicht.

Mindestens sechs Rettungsfahrzeuge rasen in Richtung der Druckerei in Dammartin-en-Goële.

Geiseln befreit: Die Ereignisse überschlagen sich. Medienberichten zufolge wurden soeben mehrere Geiseln im Osten von Paris, als auch jene Geisel, die sich in der Gewalt der Terrorbrüder befand, befreit.

Schüsse in auch im Osten von Paris nahe des jüdischen Supermarktes, in dem sich das zweite Geiseldrama abspielt.

+++ Charlie Hebdo-Attentäter getötet +++ Nach Informationen der AFP sollen beide Attentäter getötet worden sein.

Schüsse und mehrere Explosionen waren zu hören, berichtete ein Reuters-Reporter aus Dammartin-en-Goële. Laut der Agentur AFP vermeldeten Ermittler bereits einen "Zugriff". Demnach haben Elite-Polizisten am Freitagnachmittag einen Einsatz zur Beendigung der Geiselnahme nordöstlich von Paris gestartet.


+++ Polizei stürmt Unterschlupf der "Charlie-Hebdo"-Attentäter +++ Die Polizei hat die mutmaßlichen "Charlie-Hebdo"-Attentäter in der Druckerei nördlich von Paris angegriffen. Das berichten französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Polizeiquellen.

Rauch steigt aus einem Gebäude auf. Die Situation vor Ort: völlig unklar.

Zugriff auf Versteck der Terrorbrüder? Le Figaro meldet starke Detonation und Schüsse in Dammartin-en-Goële.

Terror in Frankreich - Tag drei im Minutenprotokoll: Am Freitag überschlugen sich die Ereignisse. Der Tag drei des Anti-Terroreinsatzes im Minutenprotokoll.
Am Morgen: Großeinsatz auf der Suche nach den zwei Hauptverdächtigen zwei Tage nach der Attacke auf "Charlie Hebdo". Die Brüder werden in der Gemeinde Dammartin-en-Goëlle im Osten von Paris verfolgt, wobei es erneut zu Schießereien kommt. Zwei andere Verdächtige werden im Süden von Paris festgenommen.

Gegen 10.00 Uhr: Die Attentäter verschanzen sich in einer Druckerei in Dammartin-en-Goëlle. Sie bringen mindestens eine Geisel in ihre Gewalt.

Am Vormittag: Der Pariser Flughafen Charles de Gaulle sperrt zwei nördliche Bahnen für Landungen. Der Flughafen liegt nur wenige Kilometer von der Druckerei entfernt.

Gegen 11.30 Uhr: Die Polizei fordert die Bewohner der Gemeinde Dammartin-en-Goëlle auf, ihre Häuser wegen des Einsatzes nicht mehr zu verlassen.

11.53 Uhr: Präsident François Hollande betont, dass alles getan werden müsse, um die Sicherheit der Franzosen zu gewährleisten.

12.30 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezeichnet den Anschlag in Paris als den Beginn einer größeren Terrorreihe mit weiteren Angriffen in Europa und den USA.

Am Mittag: Der Anti-Terroreinsatz im Nordosten Paris spitzt sich zu. Die Polizei umstellt die Druckerei und versucht, mit den mutmaßlichen Attentätern in Kontakt zu treten, um eine friedliche Lösung des Konflikts zu erreichen.

13.36 Uhr: Es wird bekannt, dass es am östlichen Stadtrand von Paris zu einer weiteren Schießerei mit Geiselnahme in einem Geschäft für koschere Lebensmittel gekommen ist. Der Geiselnehmer soll nach französischen Medienberichten aus derselben Pariser Dschihad-Gruppe stammen, wie die beiden mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter.

Nachmittag: In Dammartin-en-Goëlle halten sich die beiden gesuchten Brüder weiter verschanzt. Und im Osten von Paris werden wegen der anderen Geiselnahme weite Teile des sonst belebten Stadtteils lahmgelegt. "Im Augenblick müssen wir alle in unseren Klassen bleiben", berichtet ein Schüler.

Nichts Neues gibt es indes aus Dammartin-en-Goële zu berichten. Die Attentäter verschanzen sich noch immer. Und sind noch immer umstellt. Im Bild: Mitglieder einer französischen Spezialeinheit auf dem Dach eines nahegelegenen Gebäudes.


Zweite Geiselnahme, ein "Freipressungsversuch"? Viel wird spekuliert, nun scheint es immer wahrscheinlicher: Bei der Geiselnahme in Paris dürfte es sich offenbar um ein Ablenkungsmanöver bzw. um einen Erpressungsversuch handeln. Der Geiselnehmer habe mit der Ermordung der Geiseln gedroht, sollte die Polizei die Druckerei östlich von Paris stürmen, in der sich die mutmaßlichen Urheber des Terroranschlags auf "Charlie Hebdo" verschanzt haben, zitierte "Le Figaro" am Freitag Polizeikreise.

+++ Bewaffneter in Supermarkt droht mit Ermordung der Geiseln +++

"Keep Calm and Vote Le Pen" - Tweet von Le Pen sorgt für Aufregung: Während zwei Geiselnahmen ganz Frankreich am Freitag in Atem halten, sorgt ein Tweet des Gründers der rechtsextremen Front National, Jean-Marie Le Pen, für Aufregung in Sozialen Netzwerken gesorgt. Der 86-jährige veröffentlichte am Freitagnachmittag ein Foto, seiner Tochter Marine, der aktuellen Parteivorsitzenden, mit den Worten: "Keep Calm and Vote Le Pen" (Bleiben Sie ruhig und stimmen sie für Le Pen).

Beide hatten in der Vergangenheit immer wieder versucht mit anti-islamistischer Politik auf Stimmenfang zu gehen. Kurz nach den Anschlägen gegen das Satiremagazin "Charlie Hebdo" forderte Marine Le Pen etwa ein Referendum über die Wiedereinführung der Todesstrafe.



Treffen Hollande-Merkel wegen Terroranschlags abgesagt
Das für Sonntag geplante Arbeitsessen des französischen Präsidenten mit der deutschen Bundeskanzlerin in Straßburg ist nach dem Terroranschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" verschoben worden. Ein neuer Termin werde gesucht, sagte am Freitag ein Sprecher von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Schulz hatte zu dem informellen Treffen eingeladen. Themen sollten die Zukunft Europas und die deutsch-französischen Beziehungen sein.

Polizei schließt jüdische Geschäfte in Pariser Innenstadt
Die Polizei hat alle jüdischen Geschäfte in der bekannten "Rue de Rosiers" im vierten Arrondissement in der Pariser Innenstadt aufgefordert, umgehend zu schließen, teilte die Stadtverwaltung am Freitagnachmittag auf Twitter mit. Es handle sich um eine "Vorsichtsmaßnahme". Wegen des Sabbats hätten der Großteil aber ohnehin ab späten Nachmittag geschlossen.

Baby unter den Geiseln? Den meisten Kunden sei die Flucht aus dem Supermarkt noch rechtzeitig gelungen, berichtet die AFP. Unter den fünf oder sechs Geiseln - die genaue Zahl wurde noch nicht bestätigt - sollen zwei Frauen und bis zu drei Kinder sein. Mehrere Medien und User auf Twitter berichten, auch ein sechs Monate ales Baby sei darunter.

Anrainer werden von Spezialeinheiten evakuiert:

"Ich habe einen der Terroristen getroffen und ihm die Hand gegeben" Während die gesamte französische Polizei am Freitag nach den beiden mutmaßlichen "Charlie-Hebdo"-Attentätern fahndete, hat ein Handelsvertreter einem von ihnen die Hand geschüttelt. "Ich habe einen der Terroristen getroffen und ihm die Hand gegeben", sagte der Mann, der als Namen lediglich Didier angab, dem Radiosender France Info.

Die unglaubliche Geschichte ereignete sich nach seiner Darstellung folgendermaßen: Er hatte am Freitagmorgen einen Termin mit einem Kunden, der bei der Druckerei CTD im Industriegebiet Dammartin-en-Goële 40 Kilometer nordöstlich von Paris angestellt ist. "Als ich eintraf, kam mein Kunde zusammen mit einem Bewaffneten heraus, der sich als Polizist ausgab", sagte Didier.

"Mein Kunde sagte, ich solle wieder gehen. Auch der Mann, der sich als Polizist ausgab, sagte: 'Gehen Sie. Wir werden sowieso keine Zivilisten töten.' Das hat mich sehr stutzig gemacht und ich hab dann beschlossen, die Polizei zu rufen. Ich denke, das war einer der Terroristen."

Vorher verabschiedete sich Didier allerdings höflich von den beiden. "Ich habe meinem Kunden die Hand gegeben, und dem einen der Terroristen." Erkannt habe er diesen aber nicht. "Es hätte auch ein Polizist sein können, wenn er nicht gesagt hätte, dass er keine Zivilisten töten werde. Er war schwer bewaffnet wie ein Elitepolizist."

Wenige Minuten später wurde bekannt, dass die beiden Brüder Cherif und Said Kouachi in der Druckerei eine Geisel genommen und sich verschanzt haben.

Faymann: Hohe Alarmbereitschaft in Österreich
Bundeskanzler Werner Faymann bestätigte am Freitag, dass sich auch die österreichischen Sicherheitskräfte in "hoher Alarmbereitschaft" befinden. Es werde auch die Einberufung des nationalen Sicherheitsrates vorbereitet, so Faymann vor Journalisten im steirischen Bundessportzentrum Schielleiten.

"Es gibt eine hohe Alarmbereitschaft", sagte Faymann. Es seien bereites eigene Vorkehrungen der Sicherheitskräfte getroffen worden. "Ich habe großes Vertrauen in die Sicherheitskräfte", fügte der Kanzler hinzu. In diesem Zusammenhang bekannte er sich auch zu einer zusätzlichen finanziellen Ausstattung der Sicherheitskräfte, sollte dies erforderlich sein.

"Es gibt Vorbereitungen, den nationalen Sicherheitsrat einzuberufen", sagte Faymann weiter. In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass es sich dabei lediglich um ein "Beratungsgremium" handle. Die politischen Rahmenbedingungen für den Kampf gegen den Terrorismus seien von der Politik zu schaffen, sagte er. Die FPÖ hatte bereits am gestrigen Donnerstag die Einberufung des Gremiums, in dem die Bundesregierung und die Parlamentsparteien vertreten sind, gefordert.

Schüsse auf dem Place de Trocadéro: Fehlalarm
Aufgrund der Geiselnahmen ist auch der Place de Trocadero gegenüber des Eiffelturms im Stadtzentrum von Paris vorübergehend evakuiert worden. "Sky News" hatte von Schüssen auf dem Place du Trocadéro berichtet. Falscher Alarm, meldete daraufhin "France 24" unter Bezugnahme auf das französische Innenministerium.

Nervenkrieg an zwei Fronten - Anschlag, Flucht und Geiselnahmen, eine Chronologie der Ereignisse: zum Bericht geht's hier entlang

Mitarbeiter von Schweizer Speditionsfirma bei Paris in Sicherheit
Für die Angestellten des schweizerischen Speditionsunternehmens Kühne + Nagel in einem Lager bei Paris besteht nach Angaben eines Firmensprechers keine Gefahr. Die Mitarbeiter seien in Sicherheit. Genaue Zahlen nannte er nicht. Das Gebäude befinde sich in unmittelbarer Nähe der Geiselnahme der mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter. Die Geiselnahme in Dammartin-en-Goële spiele sich jedoch nicht in dem auf Fernsehbildern zu sehenden Lager von Kühne + Nagel ab, sagte der Sprecher. Es habe diesbezüglich Verwirrung gegeben.


Laut Reuters hat der Geiselnehmer sechs und nicht wie bislang berichtet fünf Menschen in seiner Gewalt. Eine Bestätigung dafür gab es nicht.

Entgegen erster Berichte dürfte es bei der Geiselnahme in Paris doch keine Toten gegeben haben. Dies berichtete "Le Monde" sowie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag unter Berufung auf die Polizei.

+++ Polizei dementiert Tote bei Geiselnahme in Paris +++

Hintergrund - Terrorwelle in Paris: Im Jahr 1995 war Paris von einer Reihe von Anschlägen auf die Pariser Metro und Nahverkehrszüge bzw. S-Bahn-Stationen (RER) erschüttert worden. Die traurige Bilanz: Acht Tote und 200 Verletzte. Zu den Anschlägen im Sommer und Herbst 1995 hatte sich die Bewaffnete Islamische Gruppe (GIA) bekannt. In erster Instanz war auch Smain Ait Ali Belkacem zu lebenslanger Haft verurteilt worden, er hatte auf eine Berufung verzichtet.

Pikant: Cherif Kouachi, einer der "Terror-Brüder" von Paris, war in Zusammenhang mit ebenjenen Plänen genannt worden, den inhaftierten Islamisten Smain Ait Ali Belkacem aus dem Gefängnis zu befreien. Belkacem, ein früheres Mitglied der algerischen Islamistengruppe GIA, war 2002 wegen eines Anschlags in Paris im Jahr 1995 zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Beim Geiselnehmer im jüdischen Lebensmittelgeschäft soll es sich um Amedy Coulibaly handeln. Ein Ermittler habe der AFP zuvor versichert: "Das ist der Schütze von Montrouge". Coulibaly war 2010 verurteilt worden, weil er einen Bombenattentäter von 1995 aus dem Gefängnis befreien wollte. Zu Hayat Boumeddiene, die ebenfalls zur Fahndung ausgeschrieben wurde, liegen aktuell keine Informationen vor. (Foto: AP/ Prefecture de Police de Paris)

"Ihr wisst, wer ich bin": Französische Medien berichteten, das habe der Geiselnehmer beim Betreten des Ladens gerufen.


Die französische Polizei hat in Zusammenhang mit der Geiselnahme im Osten Paris' und der Schießerei in Montrouge einen 32-jährigen Mann und eine 26-jährige Frau zur Fahndung ausgeschrieben. Es handelt sich um Amedy Coulibaly (32) und Hayat Boumeddiene (26). Ob sie sich in dem Supermarkt aufhalten, ist aktuell nicht bekannt.


Das Gebiet um das jüdische Geschäft wurde abgeriegelt, Schulkinder in der Gegend dürfen die Schulen derzeit nicht verlassen. Die Stadtautobahn wurde an der Porte de Vincennes in beide Richtungen gesperrt.

Beim Geiseldrama im Osten von Paris sind mindestens zwei Menschen getötet worden, berichten mehrere französische Medien einstimmig.

+++ Mindestens zweite Tote bei Geiseldrama im Osten von Paris +++

Mitglieder einer Spezialeinheit machen sich schwerbewaffnet auf den Weg zum Porte de Vincennes.

In diesem Lebensmittelgeschäft hat der zweite Geiselnehmer fünf Menschen in seiner Gewalt:


Krisensitzung im Situation Room im Élysee-Palast.


Unter den fünf Geiseln in Paris sind angeblich auch Kinder. Der Mann sei mit einem Sturmgewehr bewaffnet, hieß es.


Bestätigt: Geiselnehmer erschoss Polizistin in Paris - mindestens fünf Geiseln - Attentäter kennen sich wohl
Die Pariser Polizei bestätigte, dass es sich beim Geiselnehmer in Paris um jenen Mann handelt, der am Mittwoch eine Polizistin erschossen hatte. Er soll fünf Menschen in seiner Gewalt haben. Wie berichtet, gehen die Behörden davon aus, dass sich die gesuchten Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34) und der zweite Geiselnehmer kennen, berichtete die Zeitschrift "Le Point". Sie gehörten alle zu einer Gruppe von Jihadisten.

Auf der Pariser Porte de Vincennes gehen Scharfschützen in Stellung:





Mindestens einen Verletzten soll die Schießerei in Paris gefordert haben, meldet die AFP.

Weitere Geiselnahme an der Porte de Vincennes:

Involviert in die Geiselnahme im Osten von Paris soll auch jener Mann sein, der am Donnerstag im Süden von Paris eine Polizistin erschossen hat.

+++ Offenbar weitere Geiselnahme im Osten von Paris +++ Ein bewaffneter Mann soll nach einer Schießerei in einem koscheren Lebensmittelgeschäft an der Porte de Vincennes in Paris Geiseln genommen haben, meldet die französische Nachrichtenagentur AFP.

+++ Schießerei im Osten von Paris +++

Muslime protestieren im Netz gegen islamistischen Terror: Ganz anders sehen das zahlreiche Muslime aus aller Welt, die auf Twitter unter dem Hashtag #notinmyname gegen die Gewalt islamistischer Extremisten protestieren. Zum Beitrag

Shabaab-Miliz bezeichnete Attentäter als "Helden"
Die radikalislamische Shabaab-Miliz in Somalia hat die Attentäter von Paris als "Helden" gefeiert. Mit ihrem Angriff auf "Charlie Hebdo" hätten die mutmaßlichen Islamisten "Millionen Muslimen eine Freude gemacht", erklärten die Extremisten am Freitag in einer über ihren Radiosender Andalus verbreiteten Mitteilung.

IS-Miliz kündigt weitere Terrorangriffe an
Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat das Blutbad in Paris als Start einer größeren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA bezeichnet. "Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen", sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari laut Anwesenden beim Freitagsgebet in der nordirakischen Stadt Mosul.

"Morgen werden es Großbritannien, die USA und andere sein." Die Drohung gelte für alle Länder des Bündnisses, das Luftangriffe auf den Islamischen Staat fliege.

Augenzeugen berichteten, dass während des Anschlags die Täter behauptet haben, zur Terrororganisation Al-Kaida im Jemen zu gehören. US-Medienberichten von Freitagfrüh zufolge absolvierte einer der beiden mutmaßlichen Täter ein Terrortraining im Jemen.


Schulen nahe der belagerten Druckerei werden evakuiert: Drei Schulen in der nähe der belagerten Druckerei, in der sich die mutmaßlichen Attentäter von Paris mit einer Geisel noch immer verschanzt halten, sollen evakuiert werden. Die Schüler würden in eine weiter entfernte Turnhalle in Dammartin-en-Goële gebracht, wo sie von ihren Eltern abgeholt würden, teilte die Stadtverwaltung kurz vor 13 Uhr auf ihrer Internetseite mit.

Schule nahe der Druckerei stark bewacht
Aufgrund der Geiselnahme in Dammartin-en-Goële sind die Schüler eines nahegelegenen Kindergartens und einer Volksschule in einen gemeinsamen Raum gebracht worden. Die Fenster seien mit Teppichen verdunkelt, die Türen abgesperrt und Sicherheitskräfte würden das Gebäude bewachen, berichtete "Le Figaro".

Die Schule befindet sich nur 300 Meter von der Druckerei entfernt. (Foto: AP)


Scharfschützen in Stellung: Laut Bild hat ein Polizeisprecher "Le Parisien" bestätigt, dass Scharfschützen auf den Dächern umliegender Gebäude positioniert worden sind.

Polizeigewerkschaft: Terroristen kalkulieren Märtyrertod mit ein
Die französische Polizei dürfte nach Einschätzung der Deutschen Polizeigewerkschaft Probleme haben, mit den eingekesselten Attentätern von Paris zu verhandeln, berichtet die dpa. Islamistische Terroristen kalkulierten den Märtyrertod in ihr Handeln mit ein, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, dem Nachrichtensender n-tv.

Die Polizei setze in ähnlichen Fällen "regelmäßig speziell geschulte Verhandlungsgruppen" ein, erklärte Wendt. "Das ist in der derzeitigen Situation natürlich ausgesprochen schwierig, weil es sich um islamistische Terroristen handelt, die ihr eigenes Leben überhaupt nicht schonen, sondern im Gegenteil nach dem Grundsatz verfahren: ihr liebt das Leben, wir lieben den Tod (...)."

Abgeriegelt: Polizei verbannt Journalisten aus Industriezone Die Polizei hat sämtliche Journalisten aus der Industriezone in Dammartin-en-Goële verbannt, berichtet ein Journalist von "Le Monde".

Die Helikopter, die bislang über dem Gebiet kreisten, sind gelandet. Foto: EPA



Nach Informationen französischer Medien sollen sich die Festgenommenen und die beiden mutmaßlichen Angreifer auf "Charlie Hebdo" kennen. Innenminister Bernard Cazeneuve hatte am Donnerstag noch gesagt, es gebe bisher keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen den beiden Taten.

Bei dem Schusswechsel war am Donnerstagmorgen eine Beamtin tödlich verletzt worden. Sie starb wenige Stunden nach dem Vorfall. Ein zweiter Polizist war verletzt worden.

Polizei bestätigt Zusammenhang zwischen Anschlägen in Paris - Festnahmen: Nach den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin im Süden von Paris sind zwei Verdächtige festgenommen worden. Sie seien am Freitagmorgen in der Region Essonne südlich von Paris geschnappt worden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Polizeiquellen.

Widersprüchliche Meldungen: Während "Le Figaro" in ihrer Onlineausgabe berichtet, bei der Geisel handle es sich um einen 27-jährigen Mann, melden andere Medien, eine Frau sei als Geisel genommen worden. Eine offizielle Bestätigung gibt es in beiden Fällen nicht.

Man könne gegenwärtig jedoch auch nicht von einem "Dialog" mit den Entführern sprechen. "Das wäre eine unzulässige Verallgemeinerung", so Pierre-Henri Brandet.

"In diesem Moment ist eine Stürmung ausgeschlossen": Eine Stürmung der Druckerei schloss ein Sprecher des Innenministeriums aus. Zumindest vorerst. Die Verhandler hätten ihre Arbeit aufgenommen, sagte er dem Radiosender "RTL".


Bangen um 27-jährige Geisel: Bei der Geisel handelt es sich nach Informationen eines "Le Figaro"-Mitarbeiters vor Ort um einen 27-jährigen Mitarbeiter der Druckerei. Der Kontakt zu seiner Familie sei abgebrochen, er könne weder per Telefon noch per Mail erreicht werden. Der Mann, der 500 Meter entfernt von der Firma wohne, hatte sich demnach in der Firma aufgehalten und war so in die Hände der Attentäter geraten, die ihn als Geisel nahmen.

Attentäter wollten zurück nach Paris: Die Terroristen seien auf dem Weg nach Paris gewesen, hieß es weiter. Nach der Schießerei seien die islamistischen Terroristen in das Industriegebiet des Orts Dammartin-en-Goële gefahren und hätten in einer Druckerei mindestens eine Geisel genommen.


Innenministerium bestätigt: Keine Verletzten bei Schießerei vor Geiselnahme
Die französischen Behörden haben bestätigt, dass es vor der Geiselnahme an einer Straßensperre in der Nähe von Paris eine Schießerei mit den Attentätern gegeben hat. Bei dem Schusswechsel mit der Polizei habe es aber keine Verletzten gegeben, sagte ein Sprecher des Pariser Innenministeriums dem Radiosender France Inter.

Hollande: "Wir wussten, dass jederzeit etwas geschehen konnte" Frankreichs Präsident François Hollande hat zwei Tage nach dem Anschlag betont, dass jetzt alles zum Schutz der Franzosen getan werden müsse. Die nach dem Attentat mit zwölf Toten erhöhte Sicherheitsstufe im Großraum Paris und in Teilen Nordfrankreichs diene auch dazu, beruhigend zu wirken, so Hollande am Freitag im Innenministerium von Paris. Terrordrohungen gegen Einrichtungen im Land seien nicht neu, fügte Hollande an. "Wir wussten, dass jederzeit etwas geschehen konnte". In der vergangenen Monaten seien mehrere Attentatspläne durchkreuzt worden.

Hängen das "Charlie Hebdo"-Massaker und der Polizistinnen-Mord doch zusammen? Zwischen dem Terroranschlag auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" und den Schüssen auf eine Polizistin und einen Straßenkehrer südlich von Paris am Donnerstag könnte es nun doch einen Zusammenhang geben. Wie das französische Magazin "Le Point" am Freitag berichtete, gehörten alle drei Attentäter derselben radikalislamischen Gruppierung an.

Konkret soll es sich dabei um das nach einem Park im 19. Pariser Bezirk benannten "Buttes-Chaumont-Netzwerks" handeln. Dieses schickte in der Vergangenheit auch immer wieder Kämpfer nach Syrien und in den Irak.


Mobilfunknetz in Dammartin-en-Goële abgeschaltet: Wie mehrere Anrainer auf Twitter berichten, ist das Mobilfunknetz in Dammartin-en-Goële offenbar unterbrochen worden.

Einwohner von Dammartin-en-Goële sollen Häuser nicht verlassen: Die französische Gemeinde Dammartin-en-Goële hat ihre Bewohner aufgefordert, wegen des Anti-Terroreinsatzes die Häuser nicht zu verlassen. Kinder blieben in den Schulen und würden dort gesichert, hieß es auf der Internetseite des kleinen Ortes nordöstlich von Paris.

#GIPN Eliteeinheit twittert: "Bitte keine Fotos". Die französische Polizei hat die Medien gebeten, keine Bilder von dem Großeinsatz gegen die Attentäter von Paris zu zeigen. Ansonsten könnten die Terroristen womöglich wissen, wie sich die Sicherheitskräfte im Industriegebiet des Orts Dammartin-en-Goële positionieren, hieß es auf einer Facebook-Seite der französischen Sondereinheit GIPN. Die Gendarmerie bat die Presse außerdem über Twitter, keine unbestätigten Informationen zu verbreiten.

Auf einem von der Nachrichtenagentur AFP auf Twitter geteilten Foto, sieht man Polizisten am Dach der Druckerei. Augenzeugen berichteten zudem von Einsatzkräften, die sich aus Hubschraubern abseilten.


Terror-Brüder wollen als Märtyrer sterben: Die französische Polizei steht offenbar wirklich in Kontakt zu den mutmaßlichen Attentätern. Die Hauptverdächtigen hätten angegeben, als "Märtyrer" sterben zu wollen, erklärte der konservative Abgeordnete Yves Albarello nach Angaben der Onlineseite von "The Telegraph".


"Bonjour madame"...Und plötzlich stehen schwerbewaffnete Einheiten in deinem Garten. Gibt's auch nicht unbedingt jeden Tag.


Sky News berichtet unterdessen, die Landebahnen seien gesperrt worden, weil der Verdacht bestehe, dass die Brüder Raketenwerfer besitzen.

Pariser Flughafen sperrt Landebahnen: Wegen der Jagd auf die beiden flüchtigen Hauptverdächtigen sind am Flughafen Charles de Gaulle zwei Landebahnen gesperrt worden, berichtet die AP, nunmehr unter Berufung auf einen Flughafensprecher.

Schwerverletzte außer Lebensgefahr. Zwischendurch gibt's auch mal gute Nachrichten: Die vier schwerverletzten Opfer des Anschlags auf "Charlie Hebdo" befinden sich außer Lebensgefahr, so Innenminister Cazeneuve gegenüber "Le Figaro". Die sieben Leichtverletzten konnten das Krankenhaus bereits verlassen, fügte er hinzu.

Insgesamt sieben Hubschrauber überfliegen die Szenerie. An Bord: Schwer bewaffnete Elite-Einheiten.

Flüge in Charles de Gaulle teilweise umgeleitet: Weil sich Dammartin-en-Goele nahe des Pariser Flughafens Charles de Gaulle befindet, werden dort landende Flüge teilweise auf weiter entfernte Landebahnen oder andere Flughäfen umgeleitet, berichtete die Zeitung "Le Monde" am Freitag in ihrer Onlineausgabe. Informationen, wonach zwei der vier Bahnen gesperrt seien, habe der Flughafen nicht bestätigt.

Frankreich befindet sich "im Krieg mit dem Terrorismus", erklärte indes Regierungschef Manuel Valls.

Staatspräsident François Hollande wollte sich bis Mittag zum Stand der Operation äußern.

Bilder: In dieser Firma verschanzen sich die Brüder mit ihren Geiseln.


Eine Person als Geisel in der Hand der Attentäter: Die mutmaßlichen "Charlie Hebdo"-Attentäter haben eine Geisel in ihrer Gewalt, berichtet AFP unter Bezugnahme auf Polizeiquellen.


Die Staatsanwaltschaft hat Berichte über Todesopfer dementiert. Es habe weder Tote noch Verletzte gegeben, zitiert die Nachrichtenagentur AFP die Behörden. Den Einsatz an sich bestätigte der Innenminister. Ein Einsatz laufe, um die Urheber des Anschlags vom Mittwoch mit zwölf Toten auszuschalten, so Bernard Cazeneuve.