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Asylwerber beging Raub an Flüchtlingsbetreuerin

Für den Jugendlichen hätte die mögliche Höchststrafe zweieinhalb Jahre Gefängnis betragen.
Für den Jugendlichen hätte die mögliche Höchststrafe zweieinhalb Jahre Gefängnis betragen. ©APA/Heyer/Themenbild
15-jähriger Flüchtling aus Afghanistan raubte seiner Betreuerin ein Zigarettenpapier und drohte ihr mehrfach damit, sie zu vergewaltigen.

Die Raubbeute bestand lediglich aus einem Zigarettenpapier. Aber dieses hat der 15-jährige Asylwerber am 19. Februar 2016 im Vandanser Flüchtlingsheim einer Flüchtlingsbetreuerin mit Gewalt weggenommen. Die Tat wurde deswegen als Verbrechen des minderschweren Raubes gewertet.

Vor allem deswegen wurde der unbescholtene Angeklagte gestern am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten Haftstrafe von drei Monaten und einer unbedingten Geldstrafe von 800 Euro (200 Tagessätze zu je vier Euro) verurteilt. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin ­Verena Marschnig ist rechtskräftig.

Für den Jugendlichen hätte die mögliche Höchststrafe zweieinhalb Jahre Gefängnis betragen. Der Strafrahmen für minderschweren Raub beläuft sich für Erwachsene auf sechs Monate bis fünf Jahre Haft.

Schuldig gesprochen wurde der junge Afghane auch wegen gefährlicher Drohung und versuchter Nötigung. Er hat am Tag des Raubes zum Raubopfer gesagt, er werde es schlagen und vergewaltigen. Drei Tage später hat der Minderjährige zur jungen Flüchtlingsbetreuerin noch einmal gesagt, er werde sie vergewaltigen.

Weitere Betreuerin bedroht

Drei Tage nach dem Raub hat der Jugendliche auch eine zweite Flüchtlingsbetreuerin bedroht. Als die 36-jährige Sozialarbeiterin ihn vom Grundstück des Asylantenheims verwies, drohte er ihr mit erhobener Faust. Nach dem Raub war über ihn ein Hausverbot verhängt worden.

Den Raub des Zigarettenpapiers hat der Angeklagte so begangen: Er hat der Betreuerin einen Schlag versetzt, den sie noch abwehren konnte. Zudem hat er die Faust erhoben und drohend einen Stuhl in die Höhe gehoben.

Wenn die Strafe nicht zu milde ausfalle, werde wegen anderer Vorfälle keine Anklage mehr erhoben werden, sagte Staatsanwalt Philipp Höfle. Er war mit dem Strafmaß einverstanden.

Auf Straße aufgewachsen

Der nunmehrige Betreuer des Angeklagten sagte, der 15-Jährige sei Analphabet. Er sei in Afghanistan als Straßenkind aufgewachsen und habe dabei mit Aggressivität überlebt. Der unbegleitete minderjährige Flüchtling habe in Österreich zunächst große Anpassungsschwierigkeiten gehabt und sei durch seine Aggressionen negativ aufgefallen. Bei ihm sei eine Störung festgestellt worden, die dem Borderline-Syndrom nahekomme.

Noch im März hätte das Auftreten des Angeklagten keine Gerichtsverhandlung möglich gemacht. Inzwischen aber habe der 15-Jährige eine positive Entwicklung genommen.

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