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Asyl: Sausgruber ärgert sich über „Tonfall"

Sausgruber ärgert sich über den ministeriellen „Tonfall" im Zusammenhang mit der Ankündigung, etwa 1.000 Asylwerber von Traiskirchen in die „säumigen" Bundesländer zu schicken.

Die Länder anerkennen die Vereinbarung und sind laut Sausgruber „aufrichtig bemüht, die Quoten zu erfüllen”. Trotzdem gebe es noch Defizite bei der Unterbringung, räumte der Landeshauptmann heute, Dienstag, im Pressefoyer nach der Sitzung der Landesregierung ein.

Gleichzeitig erinnerte Sausgruber Innenminister Ernst Strasser (V) an dessen ihm gegebenes ausdrückliches Versprechen, den Ländern nicht ohne Absprache einfach Flüchtlinge vor die Haustüre zu stellen. Mit der nun gewählten Vorgangsweise sehe er die Qualität der Kommunikation zwischen Innenministerium und Bundesländern „gestört”, ärgerte sich Sausgruber: „So sollte man in Österreich ein Problem nicht angehen, v.a. wenn die Länder bemüht sind, diese zu lösen.” Auch FPÖ-Landesobmann Landesstatthalter Dieter Egger kritisierte in einer Aussendung Strassers Vorgehen in der Asylfrage als „Affront gegen die betroffenen Menschen und das Land Vorarlberg”.

Sausgruber und Sicherheits-Landesrat Erich Schwärzler (V), berichteten über die Vorarlberger Bemühungen zur Flüchtlingsunterbringung. Die auf das Ländle entfallende Quote beträgt 747 Asylwerber. Caritas und Gemeinden haben bisher 557 Personen in Betreuung, die Differenz beträgt im Moment 190. Für etwa 80 Asylwerber seien Unterkünfte in Vorbereitung, auch für die anderen würden Quartiere gefunden, betonten Sausgruber und Schwärzler.

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