Asyl - Klug lässt wieder Kasernen als Unterkunft prüfen

Innenministerin Mikl-Leitner weist Asyl-Kritik scharf zurück.
Innenministerin Mikl-Leitner weist Asyl-Kritik scharf zurück. ©APA
Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) lässt nach dem Asylgipfel am Freitag wieder Kasernen als Unterkünfte evaluieren. "Ich habe den Auftrag erteilt, zu prüfen, welche unserer Liegenschaften dafür infrage kommen", hieß es gegenüber der APA. Mit einem Ergebnis sei Anfang kommender Woche zu rechnen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ortet indes "Realitätsverweigerung" bei Institutionen.
Krisengipfel zur Asylsituation

“Sollte es Ländern, Gemeinden und dem Innenressort nicht möglich sein, ausreichend Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen, sind wir bereit, erneut Kasernen als Übergangslösung anzubieten”, hieß es in Klugs schriftlicher Stellungnahme. Derzeit verfügt das Bundesheer laut Auskunft seines Ressorts über keine leerstehenden Kasernen. Es müssten daher einzelne Gebäude oder ganze Liegenschaften für die Unterbringung von Flüchtlingen geräumt werden.

Mikl-Leitner weist Kritik zurück

Mikl-Leitner verteidigte indes weiter das Vorgehen ihres Ministeriums. “Offenbar ist jetzt die Zeit der großen Sprücheklopfer, eigentlich sollte aber die Zeit der konkreten Quartiervorschläge sein”, meinte sie am Freitag in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Bis jetzt sei aber wenig zu erkennen. “Da wird von manchen Realitätsverweigerung betrieben, die einfach nur unfassbar ist”, meinte Mikl-Leitner in Richtung mancher Kritiker. “Wenn manche meinen, wir hätten keine Ausnahmesituation bei der Asylunterbringung, dann leben sie vielleicht auf einem anderen Stern, aber sicher nicht in Österreich.”

Die Innenministerin zeigte auch Verständnis dafür, dass die Bundesländer dem Anstieg an Flüchtlingen nicht mehr nachkommen würden, weswegen man zu “Notmaßnahmen” greifen müsse. “Die Alternative wäre Obdachlosigkeit – und das ist für mich keine Alternative”, so Mikl-Leitner.

(APA)

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